(Paul-Georg Meister) – Seit rund einer Woche bin ich Mitglied von „Facebook“. Gemäss Wikipedia ist „Facebook“ eine Website zur Bildung und Unterhaltung sozialer Netzwerke.
Nun, wie gesagt, seit einer Woche bin ich auch Mitglied. Und ich habe schon 66 Freunde. Freunde, das sind Menschen, die ich kenne, und die mit mir zusammen ein solches Netzwerk bilden in dem sie mir Zugriff auf ihr Profil und damit beispielsweise auch auf ihre Party- und Ferienfotos ermöglichen.
Und meine neuen Freunde teilen mir manchmal auch mit, was sie gerade machen. Also: Peter geht für ein Wochenende nach Adelboden, Klaus arbeitet immer noch, Julia näht sich ein Fasnachtskostüm und Regina schläft.
Ich selber habe geschrieben, dass ich meiner Frau helfe, die Wohnung aufzuräumen. Das stimmt zwar nicht, denn ich sitze vor einem Glas Wein und lese in einem spannenden Kriminalroman. Aber Wohnung aufräumen tönt besser als Wein trinken und lesen – und wer weiss, vielleicht ist ja irgend eine Frau so beeindruckt, dass sie mich anfragt, ob ich ihr neuen virtueller Freund sein möchte.
Nun habe ich herausgefunden, dass sich die Mitglieder auch zu Gruppen zusammenschliessen können, Und so bin ich den Gruppen „Uhrencup“, „Feuerwehr Grenchen“, „GRENCHEN people“, „Fasnächtler und Zünftler der Grenchner Fasnacht“ und „Take Care Of Your Hair,“ (das ist die Rock-Punk-Band meiner Tochter) beigetreten. Noch nicht ganz sicher bin ich, ob ich der Gruppe „ Mein Duschvorhang, die Sau, kommt immer kuscheln, wenn ich dusche“ beitreten will.
Oder ich werde eine eigene Gruppe gründen, zum Beispiel, „Wakker war gestern, es lebe der Wecker“, wobei mit dem „Wecker“ der Konstatin Wecker gemeint ist, aber das wüsste dann ja niemand…Und so wird das Ganze nun doch ein wenig kompliziert.
Deshalb habe ich nun in mein Profil geschrieben: „Paul-Georg Meister geht für drei Wochen nach Nepal“. Nun habe ich 21 Tage Zeit, mir zu überlegen, wie es weiter gehen soll. Einziger Nachteil: Ich darf mich in den nächsten drei Wochen nie auf Facebook einloggen – und so weiss ich auch nicht, ob ich in der Zwischenzeit nicht schon wieder neue Freunde gefunden habe.
Gemäss Wikipedia ist „Facebook“ eine Website zur Bildung und Unterhaltung sozialer Netzwerke. Für mich ist Facebook im Moment vor allem ein Stress.
P.S. Die Zahl meiner Freude ist, während ich das schreibe bereits auf 68, sorry, nein 69 , äh 70, sch.. 71 angewachsen…








