(Eric von Schulthess, Kantonsratskandidat FdP) – Ich bin sicher werter Leser, dass Sie gerne einen guten Apfel essen. Weil ich dies auch tue, stimme ich am 8. Februar 2009, JA!
Der Abstimmungskampf um die Personenfreizügigkeit, über die am 8. Februar 2009 entschieden wird, wurde in den letzten Tagen intensiviert. Die Befürworter werben mit einem reich behangenen Apfelbäumchen für ein Ja. Die Gegner werben mit finster dreinblickenden Raben für ein Nein. Toni Brunner erläutert dazu: der Rabe sei agressiv, verschlagen und er nehme den anderen Vögeln das Futter weg. Er sei ein “Tier des Zwiespalts” und komme häufig in Verbindung mit Hexen vor.
Wie stark sich die weltweite Wirtschaftskrise auf die Schweiz auswirken wird, vermag heute niemand zuverlässig vorherzusagen. Sicher ist, dass die Zahl der Arbeitslosen ansteigen wird und dass wir uns wieder vermehrt mit den Fragen der Jugendarbeitslosigkeit beschäftigen müssen. Sicher ist auch, dass nicht nur Grossfirmen vom raueren Klima betroffen sind.
Ich beobachte bei meinen Kollegen in der Uhrenindustrie wie schnell ihr Absatz zusammenbrechen kann. Sie beschäftigen sich schon heute mit Kurzarbeit und Personalabbau.
Als Folge der drohenden Wirtschaftskrise besteht jedoch die Gefahr, dass aus Angst um den eigenen Arbeitsplatz ein Nein eingelegt wird. Wenn die Schweiz in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die bilateralen Verträge auf’s Spiel setzt, dann wäre das ein Eigengoal sondergleichen und wir würden viel mehr Arbeitsplätze aufs Spiel setzen. Christoph Blocher bezeichnet die mögliche Auflösung der Bilateralen I als “dummes Zeug”. Dürfen wir da so sicher sein, dass wirklich bei Ablehnung der Ausdehnung der Personenfreizügigkeit eine neue Lösung ausgehandelt werden kann? Ist es nicht so, dass wir Bewährtes bestätigen und sichern müssen?
Für mich stellt sich die Frage, was ist in unsicheren Zeiten für unsere Wirtschaft, für unsere KMU, für unseren Kanton Solothurn und für unsere Arbeitnehmer die bessere Lösung? Ich bin fest davon überzeugt, dass Angstmacherei der falsche Ratgeber ist und wir den bewährten Weg weiter beschreiten sollten. Ich werde am 8. Februar 2009 ein JA in die Urne legen!
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Ich finde die ganze Thematik wie der Abstimmungskampf bestritten wird sehr spannend.
Dabie bin ich auf das folgende Spiel gestossen und finde, die ganze Sache sehr witzig als Bumerang für die SVP dargestellt.
http://www.rabenpick.ch
“Ja” sagen ist halt immer einfacher als Rückgrat zu zeigen und auch mal “nein” zu sagen, gell?! Typisch schweizerisch. Bünzlismus vom Feinsten.
Ich finde auch, dass die SVPler die geilsten “Sieche” sind. Fehlt nur noch das Sie das Schweizer Kreuz auf die Stirn eintätowieren lassen wegen patriotischer Identität (= Ich-Gedanke).
Aber aufgepasst edler-liberaler Herr Kantonsratskandidat wegen ihrem Apfel. Es nützt nichts einem Apfelbaum zu predigen; er solle schöne, gesunde, grosse Äpfel produzieren, ohne dass du die Wurzel bewässerst.
Primäre Grüsse
Der (Hobby) Bewusstseinsforscher