(Paul-Georg Meister) – Bitterkalt war es – beinahe schon ungemütlich – als am Hilariustag (13. Jänner) der neue Grenchner Obernarr Thomas Meister die Macht übernahm. Traditionsgemäss wurde an diesem Abend der Grenchner Stadtpräsident abgesetzt – bis Aschermittwoch regieren nun die Narren.
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Auch in diesem Jahr stand die Absetzung unter einem Motto: Glücklich über den erhaltenen Wakkerpreis durfte Banga auf Wolke sieben entschweben. Natürlich nicht, ohne vorher auch gelobt worden zu sein.
So meinte Meister unter anderem: „Am Boris chöig me das verdanke / Nit am Heyek und de Banke / Dank Boris und de Mitarbeiter / Sig s Läbe z Grenche wieder heiter / Das sigi doch dr schönschti Lohn: / Die beschti Stadt do im Kanton. // D Partei, wo neuerdings de Chräie rueft / Muess igestoh, wenn sis recht prüeft / Dass d Politik wos Stadthuus macht / Dr Wandel z Grenche het vollbracht / Und s letschte vo de schöne Gabe / Me cha jetz mit de Stüüre abe.“
Und Banga selber verabschiedete sich mit den Worten: „Do nimm dr Schlüssel vo dr Stadt / Hei Narre hebet`s de ganz glatt. / Los Ober mach mer nüt a Ranze / Vor auem nid bi de Finanze / wenns chribelet und s lot nid lugg / chum ig am Aschermittwuch z rugg“.
Und so konnten die Narren, begeleitet von den kakkophonischen Klängen der Grenchner „Guggenmusiken Cocoloris“, „Chappeli-Tüüfle“, „Witijätter“ und „Froschzunft Musig“ die Macht übernehmen, die sie nun bis Aschermittwoch nicht wieder abgeben werden.
Bereits einen Tag zuvor wurde – ebenfalls bei klirrender Kälte – das vom Obernarren gestaltete Hilari-Denkmal auf dem Grenchner Marktplatz gesetzt. Das Denkmal nimmt das Grenchner Fasnachtsmotto „es chribelet“ auf.
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