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DVD – Rezension „Weisser Oleander (Wo beginnt die Liebe und wo endet sie?)“

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(Christina Meister) – “Liebe demütigt den Menschen, der Hass gibt ihm wieder Kraft” (Zitat aus dem Film). Die dramatische Beziehung zwischen Ingrid und Astrid führt durch den ganzen Film hindurch und entsetzt einen immer von neuem.
Die Geschichte: Astrid Magnussen (Alison Lohman) lebt mit ihrer Mutter Ingrid (Michelle Pfeiffer) einer Vollblut Künstlerin in Hollywood. Ingrid hat eine goldene Regel, die sie ihrer Tochter mit auf den Weg geben will. „Lass nie einen Mann bei dir übernachten.“ Doch diese bricht Ingrid, als sie Barry, einen Schauspieler, kennen lernt. Barry und Ingrid werden ein Paar, was Astrid sehr erfreut, da sie nie einen Vater hatte.

Als Barry jedoch Ingrid von einem Tag auf den anderen wegen einer jüngeren verlässt, vergiftet diese ihn mit einem tödlichen Dosis Oleander-Gift. Ingrid wird zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt. Für Astrid bricht die Welt zusammen. Sie wird vom Jugendamt abgeholt und zu ihrer ersten Pflegefamilie gebracht. Ihre Pflegemutter Starr (Robin Wright Penn) ist eine eingefleischte Christin, ihr Freund Ray (Cole Hauser) hingegen kann nichts mit all dem anfangen. Astrid gefällt es sehr gut, sie hat drei neue Geschwister und Ray, in den sie sich unsterblich verliebt. Als sie dann jedoch eine Affäre mit Ray beginnt, dreht Starr (die ein zunehmendes Alkoholproblem hat) durch und schiesst auf sie. Astrid muss ins Krankenhaus, während Ray und Starr flüchten.

Einen Monat später wird sie in ein Heim gebracht. Dort lernt sie Paul (Patrik Fugit) kennen. Paul ist 17 Jahre alt und ein ruhiger Comicfreak. Astrid und er werden beste Freunde, bis Astrid von einer neuen Pflegefamilie abgeholt wird.Diesmal kommt sie zu Claire (Renée Zellweger) und deren Mann Marc (Noah Wyle). Claire ist depressiv, da sie selber keine Kinder haben kann. Sie versteht sich jedoch prächtig mit Astrid und meint auch, dass sie sich das erste Mal seit Monaten wieder glücklich fühlt. Währenddessen meldet sich Ingrid per Brief bei ihrer Tochter. Sie möchte, dass Astrid sie mit Claire besuchen kommt. Claire ist sofort davon angetan, Astrids Mutter kennen zu lernen. Astrid hingegen findet es nicht so toll, da sie genau weiss, dass ihre Mutter mit Claire nicht auskommen wird.

Im Gefängnis führen Claire und Ingrid ein ziemlich langes Gespräch, nach dem es Claire zunehmend schlechter geht. Eines Morgen wacht Astrid neben einer toten Claire auf. Sie hat Selbstmord begangen. Astrid dreht durch und wird zurück ins Heim gebracht. Sie gibt ihrer Mutter die Schuld an Claires Tod und will von nun an keinen Kontakt mehr zu ihr haben. Astrid lebt von nun an im Heim oder in Pflegefamilien ganz ohne ihre Mutter, bis sie eines Tages Besuch von der Anwältin von Ingrid bekommt. Sie verlangt, dass Astrid für ihre Mutter eine falsche Aussage macht, damit diese frei kommt. Doch wird Astrid das nach all dem, was passiert ist, wirklich für ihre Mutter tun?

Mein Eindruck: Da der Weisse Oleander eigentlich ein Buch ist, hab ich es mir natürlich gekauft und dann gelesen. Der Film ist jedoch super geworden, nicht wie andere Buchverfilmungen. Die dramatische Beziehung zwischen Ingrid und Astrid führt durch den ganzen Film hindurch und entsetzt einen immer von neuem. Die Liebe von Ingrid zu ihrer Tochter ist anscheinend so gross, dass sie Astrid einfach nichts gönnt. Bei den vielen Besuchen im Gefängnis wird einem schnell bewusst, dass Ingrid mit nichts zufrieden ist und dass sie grosse Angst hat, Astrid zu verlieren.

Regie: Peter Kosminsky
Schauspieler: Alison Lohman, Michelle Pfeiffer, Renée Zellweger, Robin Wright Penn, Cole Hauser, Patrick Fugit und Noah Wyle.
Laufzeit: 104min.
Sprache: Deutsch/Englisch
Freigabe: ab 12 Jahren.
Jahr: 2003
Genre: Drama

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