(Paul-Georg Meister) - „Mein Nachbar spinnt“, sagte mein Kollege Kurt im vergangenen Jahr ganz empört, „Weihnachten hat doch nichts mit Las Vegas zu tun“. Kurts Zorn hatte sich an der Weihnachtsbeleuchtung seines Nachbarn entflammt.
„Dass inzwischen acht Samichläuse an der Fassade meines Nachbars hängen, damit könnte ich ja noch leben“, meinte er, „dass er nun aber noch eine Lichtorgie veranstalten muss, das geht zu weit.“
Und tatsächlich. Neben der amerikanischen „Christmas-Light-Orgy“ wirkte das kleine Tannenbäumchen in Kurts Garten, das er schon seit Jahren jeweils mit einer Lichterkette schmückte, geradezu mager.
„Hat dein Nachbar immer noch so eine Super-Weihnachtsbeleuchtung?,“ fragte ich Kurt kürzlich. Er nickte und flüsterte geheimnisvoll: „Aber ich habe aufgerüstet, komm doch mal auf ein Glas Glühwein vorbei.“
Das liess ich mir natürlich nicht zweimal sagen.
Wie staunte ich, als ich vor Kurts Haus stand. An seiner Fassade hingen nicht nur Samichläuse, sondern auch einige Engel, die Konturen seines Hauses und die Fenster waren mit Lichterketten nachgezogen, im Garten tummelten sich fünf blinkende Rentiere und mitten in diesem Lichtermeer stand ein fast mannsgrosser Samichlaus, der mich irgendwie an Elvis erinnerte und der immerzu „Jingle Bells Rock“ sang. Ich sagte nicht viel.
Als ich mich nach Mitternacht – nach einem herrlichen Fondue und eine paar guten Tassen Glühwein – zu Fuss auf den Heimweg machte, waren die Lichter aus. Wegen der Strompreise stellen Kurt und sein Nachbar die Beleuchtung während der Nacht ab. So stand nur noch die kleine Tanne in seinem Garten. Ohne Lichterkette, aber mit einem feinen Schneehäubchen. Und vor einem Hauseingang flackerte in einer schmiedeisernen Laterne eine kleine Kerze.
Und mit einem Male fühlte ich Weihnachtsstimmung in mir aufkommen …
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Genau.. IN MIR
BEWUSSTSEIN ist Stille (= Liebe) und Bewusstsein spielt Person und Welt!
Die Qualität unseres Bewusstseinszustandes bestimmt somit unsere Lebensqualität und nicht von irgendeiner edlen, frommen, sozialen, christlichen, liberalen, antrainierten Lebens- oder Grundeinstellung!
Gestern hat unsere Tierärztin unseren Hund friedlich eingeschläft und uns ein wunderschönes Gedicht überreicht was ich nicht vorenthalten möchte.
Steh nicht an meinem Grab und weine.
Ich bin nicht dort. Ich schlafe nicht.
Ich bin wie tausend Winde, die wehen.
Ich bin das diamantene Glitzern des Schnees.
Ich bin das Sonnenlicht aus reifendem Korn.
Ich bin der sanfte Herbstregen.
Wenn Du aufwachst in des Morgens Stille, bin ich der flinke
Flügelschlag friedlicher Vögel im kreisenden Flug.
Ich bin der milde Stern, der in der Nacht leuchtet.
Stehe nicht an meinem Grab und weine.
Ich bin nicht dort. Ich bin nicht tot.”
(Anonymes Zitat aus: Penelope Smith, Gespräche mit Tieren.)