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2. Kinderbilderbuchtage: Flurina, verschneite Wälder und eine Bilderbuchoase

Ist gemeinsam mit Stephanie Daumüller für die Sonderausstellung verantwortlich: Claudia Brack. (Foto: Sabine Waelti)

(Sabine Waelti) – Anfang November dieses Jahres finden die zweiten Grenchner Kinderbilderbuchtage statt. Ein Highlight dieses Anlass wird die Ausstellung “Verborgene Welten – Bilderbuchschätze aus Graubünden“ sein.
Die Grenchner Kinderbilderbuchtage vom letzten Jahr waren ein voller Erfolg – am 1. und 2. November dieses Jahres wird der Anlass rund ums Kinderbilderbuch erneut stattfinden. Dabei werden die Besucherinnen und Besucher unter vielem anderem eine einzigartige Sonderausstellung zu sehen bekommen: “Verborgene Welten – Bilderbuchschätze aus Graubünden” heisst sie. Was die Gäste dort sehen werden, sind Leihgaben aus dem Rätischen Museum in Chur.

“Die Inspiration für unser Programm war eine Ausstellung in diesem Museum. Was wir zeigen, ist aber vom Umfang her kleiner. Wir haben uns gesagt: `Weniger ist mehr`, denn der Rahmen ist ein ganz anderer. Die Kinderbilderbuchtage dauern ja nur zwei Tage, während die Ausstellung im Rätischen Museum während einigen Monaten gezeigt wurde”, betont Claudia Brack. Sie zeichnet gemeinsam mit Stephanie Daumüller verantwortlich für die Sonderausstellung. Die beiden Verantwortlichen haben sich aus oben genanntem Grund entschlossen, den Fokus der Ausstellung auf vier Kunstschaffende zu richten: Giovanni Giacometti, Alois Carigiet, Ernst Kreidolf und Milli Weber.
Beim Ausstellungsteil über Giovanni Giacommetti werden vor allem dessen Illustrationen von Bündner Märchen im Mittelpunkt stehen. In diese hat der 1868 geborene Bündner immer wieder die Berge aus seinem Heimatkanton integriert.

“Wir haben die Ausstellung auf zwei Personengruppen ausgerichtet”, berichtet Claudia Brack, “zum einen auf die `Laufkundschaft` und zum anderen auf Kinder und Erwachsene, welche sich mit dem Gezeigten aktiv auseinandersetzen wollen.” Für die Letzteren wird im Giacometti-Teil das Thema “Berge” in einer besonderen Form nochmals aufgegriffen: Die kleinen Besucherinnen und Besucher werden gemeinsam ein Panorama-Bild anfertigen, allerdings nicht von den Bündner Bergen, sondern – übertragen auf unsere Region – vom Jura.

Viel Platz wird dem berühmten Bündner Alois Carigiet eingeräumt werden – im Zentrum stehen die von ihm geschaffenen Bilder für den „Schellenursli“, aber auch die Bücher “Maurus und Madleina”, “Flurina und das Wildvöglein” und “Der grosse Schnee”.

“Bei der Präsentation von Carigiets Werken wollen wir aufzeigen, wie die Symbolik von Bilderbüchern wirkt, warum sie international von allen Kindern verstanden werden”, so Claudia Brack. Als Beispiel nennt sie den Schellenursli, welcher über eine lottrigen Brücke einen Abgrund überquert. Ein weiterer Teil der Ausstellung ist dem Thurgauer Ernst Kreidolf gewidmet, welcher unter anderem im Bündnerland lebte. “Im Vordergrund werden an den Kinderbilderbuchtagen seine Illustrationen von verschneiten Wäldern stehen”, verrät Claudia Brack. Aktuelle Bilderbücher seien manchmal etwas überladen, findet sie, Kreidolf (1863 bis 1956) habe es geschafft, mit wenig sehr viel auszudrücken.

Die vierte Person, deren Kunst gezeigt wird, ist Milli Weber. Die 1891 geborene Künstlerin stammte ursprünglich aus Biel, lebte aber lange im Kanton Graubünden, welcher ihr Werk entsprechend geprägt hat. “Ihre Verbundenheit zur Natur wird im Zentrum des Milli-Weber-Ausstellungsteils stehen”, sagt Claudia Brack. So werden die Besucherinnen und Besucher unter anderem ihre Blumengeschichten kennenlernen.

Ein weiteres Highlight der Sonderausstellung wird die Bilderbuchoase, welche zum Schmökern einladen wird: “Dazu will ich jetzt noch nicht viel verraten, es soll eine Überraschung werden”, meint Claudia Brack.

Dass sie die Kinderbilderbuchtage kaum erwarten kann, wird im Gespräch mit ihr deutlich spürbar: “Ich freue mich darauf, sozusagen als `Mäuschen` zuzuschauen, wie die grossen und kleinen Gästen auf die Ausstellung reagieren.”

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