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“Von einer Partnerschaft profitieren beide Teile” – 40 Jahre Patenschaft mit Unterschächen

Boris Banga übereicht Hans Muheim, Gemeindepräsident von Unterschächen, die Grenchner Ehrenplastik. (Foto: Nathalie Schindler)

(Paul-Georg Meister) – Seit 40 Jahren verbindet die Gemeinden Grenchen und Unterschächen eine Patenschaft, die sich im Laufe der Zeit zu einer Freundschaft entwickelt hat. Bei einer würdigen Feier im Kanton Uri wurde diese Partnerschaft gefeiert.

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1968 stellte der Grenchen Otto Sallaz an der Gemeindeversammlung den Antrag, dass die Stadt den gleichen Betrag, wie sie für Auslandhilfe budgetiere, auch für Hilfe im Inland einsetzen soll.

Der Antrag wurde angenommen. Im Zusammenhang mit einer Lawinenkatastrophe wurde damals mit dem Kanton Uri Kontakt aufgenommen – die Patenschaft mit Unterschächen war geboren, eine Patenschaft, die bis heute gehalten hat und die von der Urner Gemeinde auch 40 Jahre später noch geschätzt wird.

„Im Jahr 1968 durften wir mit der Stadt Grenchen eine Patenschaft eingehen“, schreibt der Gemeinderat von Unterschächen in seiner Grussbotschaft. „In den vergangenen Jahren konnte Unterschächen immer wieder auf die grosszügige Unterstützung von Grenchen zählen. Durch diese grosse finanzielle und moralische Unterstützung konnte in Unterschächen manches Projekt verwirklicht werden, welches das Dorf für seine Bewohnerinnen und Bewohner attraktiv und lebenswert macht.“

In seiner Grussbotschaft sagte der Grenchner Gemeindepräsident Boris Banga, dass die Delegation der Stadt mit viel Freude ins Urnertal gereist sei. „Seit 40 Jahren leben Unterschächen und Grenchen in dieser Patenschaft oder doch besser gesagt, diese Partnerschaft”, sagte Banga. „Denn in einer Partnerschaft geben ja beide Teile etwas.“ Und genau so verhalte es sich in diesem Fall.

Grenchen, so der Stadtpräsident weiter, konnte in verschiedenen Bereichen helfen, Infrastrukturen zu verbessern oder zu reparieren, im Gegenzug habe man aber neben einer dauerhaften Freundschaft auch viel erhalten. Unterschächen könne für Grenchen auch ein Vorbild sein, indem hier immer wieder vorgelebt werde, wie jeder für jeden einstehe, wenn es die Not erfordere. „Man ist füreinander da und nicht gegeneinander, der Stärkere hilft dem Schwächeren“, unterstrich Banga. „Ihr steht zu eurem Dorf und zu eurer Gemeinschaft, wenn die Sonne scheint, aber auch dann, wenn uns die Naturgewalten in Erinnerung rufen, wie klein und schwach wir Menschen ihnen gegenüber sind.“

Natürlich wurden an diesem Feiertag nicht nur Reden gehalten. Es wurde auch ein kultureller Austausch gepflegt: Der „Pro Ticino Chor“ aus Grenchen bot eine musikalische Darbietung, Vereine von Unterschächen stellten sich vor und zur Erinnerung an diesen Jubiläumstag überreichte Stadtpräsident Boris Banga der Gemeinde auch die neue Ehrenplastik der Stadt Grenchen.

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