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20 Jahre Freundschaft Grenchen – Sélestat: Grenchner Besuch am Corso Fleuri

Corso Fleuri in Sélestat. (Foto: Sabine Waelti)

(Sabine Waelti) – Eine Gruppe Grenchnerinnen und Grenchner nutzte die Gelegenheit, Grenchens elsässische Partnerstadt Sélestat kennen zu lernen – und dort den tradtitonellen Blumenumzug zu besuchen.

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“Ich wusste gar nicht, dass Sélestat so schön ist”, meinte eine Besucherin beim Rundgang durch Grenchens Partnerstadt. Wie jedes Jahr besuchte eine Delegation der Grenchner Stadtkanzlei den traditionellen Dahlienumzug von Sélestat (auf deutsch: Schlettstadt) – den Corso Fleuri.

Dieses Jahr gab es aber etwas Besonderes zu feiern: Die Partnerschaft zwischen Grenchen und dem elsässischen Sélestat besteht nämlich seit genau 20 Jahren. Die beiden Stadtpräsidenten, Marcel Bauer und Boris Banga, drückten an einem offiziellen Empfang ihre Freude über die Freundschaft zwischen den beiden Städten aus. Zur Feier des Jubiläums kam die Stadtmusik Grenchen am oben erwähnten Blumenumzug zum Einsatz – und die Bevölkerung war eingeladen, den Corso Fleuri zu besuchen: 35 Grenchnerinnen und Grenchner folgten dieser Einladung.

Stadtführerin Estelle Moser führte die Grenchner Gäste durch den alt-mittelalterlichen Stadtkern von Sélestat. Die Besucherinnen und Besucher lernten historische Bauten wie die Kirchen Ste Foy und St. Georges kennen, aber auch das Gebäude des Brotmuseums, welches moderne und traditionelle Architektur miteinander vereint.

Ein Highlight der Führung war der Besuch in der Bibliothéque Humaniste. Zwei vollständige Bibliotheken aus dem 15. und dem 16. Jahrhundert sind darin zu finden. “Schau mal, diese alten Bücher, Wahnsinn!”, staunte ein Grenchner Besucher. Mit Interesse beugten sich die Gäste über die Vitrinen mit handgeschriebenen Büchern und solchen aus den Anfängen des Buchdrucks.

Am Abend mischten sich die Grenchner Gäste unter die feiernden Einheimischen und die anderen Touristen, welche für den Corso Fleuri angereist waren. Zu Beginn des Blumenumzugs bekamen die Gäste aus der Uhrenstadt gleich etwas Vertrautes zu sehen: Die Grenchner Stadtmusik führte diesen nämlich an.

Fasziniert betrachteten die Zuschauenden die von oben bis unten mit Blumen geschmückten Wagen: Riesige Schlösser, Ritter und Lokomotiven aus Dahlien in allen Farben fuhren durch die Strassen. Begleitet wurden sie durch Personen in liebevoll gestalteten historischen – meist mittelalterlichen – Kostümen: Narren, Troubadouren und Fahnenwerfer sorgten für zusätzliche Farbtupfer an diesem Umzug. Auch Tiere fehlten nicht: Ein Schäfer begleitete die Wagen mit einer kleinen Schafherde und zwei Vogeldresseure sorgten für staunende Augen, als sie einen Adler und einen Uhu durch die Menge führten.

“Der Mann mit den Schafen war super”, meinte ein begeisterter Gast aus Grenchen am Schluss. “Faszinierend, wie viel Arbeit in diesen Blumenwagen steckt”, staunte eine andere Besucherin und fügte an: “Aber auch abgesehen vom Corso Fleuri ist Sélestat eine Reise wert.”

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