(Paul-Georg Meister) – Über 600 Personen besuchten die 1. Augustfeier der Stadt Grenchen, die wegen des unsicheren Wetters ins Parktheater verlegt wurde. Dies tat der Stimmung allerdings keinen Abbruch – im Gegenteil, der Nationalfeiertag wurde mit viel Musik, Gags, Lachen und Reden gefeiert.
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Eigentlich hätte de Grenchner 1. Augustfeier in diesem Jahr auf der Wiese beim Bezirksschulhaus stattfinden sollen. Doch das ungewisse Wetter machte den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung – das Fest musste ins Parktheater verlegt werden. Doch die rund 600 Personen amüsierten sich köstlich – ein tolles Unterhaltungsprogramm bot Show und Abwechslung.
Natürlich durften auch die obligaten 1. August-Reden nicht fehlen. Nach der Begrüssung durch SVP-Gemeinderat Heinz Müller – er moderierte den Anlass – richtete Stadtpräsident Boris Banga das Wort an die Anwesenden. Er begrüsste den Ehrengast des Abends, Marcel Bauer, Bürgermeister von Grenchens Partnerstadt Séléstat (F). Dabei betonte Banga die vielen Gemeinsamkeiten der beiden Städte. Sie hätten beide ihre Entwicklung auf die Zukunft ausgerichtet – beide Städte empfinden sich als einen Teil Europas, Freundschaft und gegenseitige Wertschätzung seien wichtige Fundamente für die künftige freidliche Entwicklung Europas.
Dass das Elsass auch heute noch zum grössten Teil zweisprachig ist, dokumentierte Marcel Bauer. Seine Ansprache hielt er in französischer Sprache und übersetzte sich gleich selber ins Deutsche. Auch er unterstrich die Bedeutung der Partnerschaft beider Städte, die sich im Laufe der letzten Jahre von einer Partnerschaft zu einer wahren Freundschaft entwickelt habe.
Auch das Unterhaltungsprogramm – finanziert durch Sponsoren aus dem regionalen Gewerbe – hatte einiges zu bieten: Vor dem Parktheater unterhielten Clown Sascha mit Partnerin Sandra die Kinder mit Schminken, Airbrush Tattoos und witzige Ballontieren, während die Jugendlichen an der Disco im Lindenhaus den 1. August auf ihre Art feierten.
Auch für kulinarische Genüsse war natürlich gesorgt: Risotto und Matchwürste schmeckten den Anwesenden sichtlich. Man liess sich das Essen gefallen, während das Duo Moos & CO mit alten Rock-Klassikern glänzten.
Erster Höhepunkt des Abends aber war zweifelsohne der Auftritt der Schlagersängerin Jessica Ming. Die Teilnehmerin am Grand Prix der Volksmusik hatte das Publikum schon nach wenigen Takten im Griff. Mit ihrer Mischung aus Schlager, Pop und Rock animierte sie das Publikum zum Singen, tanzte mit den Kindern eine Polonaise und konnte sich zum Schluss erst nach mehrere Zugaben von der Bühne gehen.
Ein sicherer Wert ist immer auch Peach Weber. In einen, dem 1. August angepassten Outfit, erzählte er von seiner „dicken“ Freundschaft mit dem Stadtpräsidenten Boris Banga, den er privat immer „Bängeli“ nenne. Sie beide hätten zusammen vier Jahre lang die erste Klasse besucht, danach hätten sich ihre Wege getrennt, weil Banga die zweite Klasse besucht habe.
Natürlich spielte Peach Weber aber vor allem Stücke aus seinem aktuellen Tourprogramm „Lach-Sack“. Grossen Erfolg hatte Weber aber mit seinen bekannten Nummern, das Publikum war hellauf begeistert und verdankte den Auftritt mit tosendem Applaus.
Selbstverständlich durften an diesem 1. August auch die traditionellen Elemente wie der Schweizer Psalm, vorgetragen von einer Schulklasse und der Lampionumzug für die Kleinen nicht fehlen – und natürlich donnerte auch in diesem Jahr wiederum ein farbenprächtiges Feuerwerk den Abschluss ds Festes in den Nachthimmel.
Auch wenn die 1. Augustfeier nicht im Freien, sondern im Parktheater stattfinden musste, die Zusammenlegung der beiden Feierlichkeiten – die im vergangenen Jahr viele Gemüter erhitzten – hat sich bewährt. Nicht nur was die Zuschauerzahlen, sondern ganz bestimmt auch, was das Unerhaltungsprogramm angeht. Den Anwesenden jedenfalls hat der Abend sichtlich Freude gemacht, und bestimmt wären bei gutem Wetter noch einige hundert Personen mehr gekommen…
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