(Kaspar Haupt)Die Stiftung Museum Grenchen führte einen Tag des offenen Depots durch. Die Stiftung Museum Grenchen, welche das Kultur-Historische Museum betreibt, schloss mit diesem Anlass die wissenschaftliche und elektronische Erfassung ihrer Sammlung ab.
„Der Tag des offen Depot ist ein Dankeschön an alle, die uns halfen die Sammlung zu inventarisieren,“ erläuterte Alfred Fasnacht Stiftungsratspräsident die Motivation. Die Sichtung, das Sortieren, die Erfassung und die Recherchen kosteten rund 80‘000 Franken. Die Stadt Grenchen und der Lotteriefonds sprachen namhafte Beträge. Dazu kommen zahlreiche Helfer, die unentgeltlich ihr Wissen und ihre Zeit zur Verfügung stellten.
Peter Aebi half nicht nur mit seinem Wissen über Uhren aus, er restaurierte sogar eines der wertvollen Objekte. „Ein besonderer Dank geht auch an die regionale Zivilschutzorganisation, die nicht nur bei der Inventarisierung mithalf, sondern auch bei der Verbesserung der klimatischen Lagerbedingungen ihr Wissen zur Verfügung stellte“, hielt der Stiftungsratspräsident fest.
Angela Kummer, welche die Inventarisierung leitete, führte die Besucher durch das Depot. Sie zeigte ausgewählte Sammlungsstücke, erzählte Geschichten rund um die verschienen Objekte und erklärte, wie die Sammlung aufgebaut ist. Nur mit der Unterstützung aller kann die Sammlung erweitert und stets auf aktuellem Stand gehalten werden. „Wir suchen vor allem noch Alltagsgegenstände aus den vergangenen 100 Jahren,“ erklärte Angela Kummer. „Arbeitskleider, Werkzeug, Alltagskleider, Geschirr und ähnliches, aber auch Bilder aus dem Familienalbum suchen wir noch.“
Rainer W. Walter, langjähriger Präsident der Kulturkommission Grenchen, führte durch die Kunstwerke im Schulhaus Halden. Er erzählte aus persönlicher Erfahrung Geschichten und Anekdoten rund um die Entstehung der Kunstgegenstände. Er zeigte auch auf, welche Bedeutung die öffentlich zugängliche Kunst im Halden-Schulhaus international besass und wie sie „Die Kunst im öffentlichen Raum“ beeinflusste.
„Nicht alle Gegenstände können wir in der Sammlung weiter pflegen,“ erklärte Stiftungsratspräsident Alfred Fasnacht. „Einige Objekte stehen in keinem Bezug zu Grenchen oder wir habe sie in mehrfacher Ausführung in der Sammlung.“ Solche Objekte konnten am Flohmarkt erworben werden. Der Erlös kommt der neuen Gesamtausstellung zugute.
Die Stiftung Museum Grenchen orientierte am Informationsstand über das anstehende Um- und Ausbauvorhaben. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, hier einen Einblick zu gewinnen. Auch über die neue Gesamtausstellung war einiges zu erfahren und es ergaben sich doch recht interessante Gespräche. Weiterhin sucht das Kultur-Historische Museum Sammlerinnen und Sammler, die mit ihrem Fachwissen die Aktivitäten des Museum unterstützen. Je nach Art der Sammlung könnte diese ganz oder auch teilweise im neuen Museum ausgestellt werden.
„Diese Depotbesichtigung ist eine einmalige Aktion,“ betonte Alfred Fasnacht. „Zum Schutz der gesammelten Objekte kann dies nicht wiederholt werden. Aber es war uns ein Anliegen, zu zeigen, dass wir verantwortungsvoll mit unserer Geschichte umgehen.“
Ähnliche Beiträge
Tags: Fasnacht, grenchen.net, hisorisch, historische, kultur historisches museum, kulturkommission, sammlung, velociped








