(Sabine Waelti) – Am 28. Juni ist es soweit: Grenchen wird offiziell mit dem Wakkerpreis 2008 geehrt. Wir stellten im Rahmen einer Serie Bauten vor, die ausschlaggebend waren dafür, dass sich der Schweizer Heimatschutz für Grenchen entschieden hat. Heute erscheint der letzte Teil dieser Serie. Vorgestellt wird ein Bauwerk, das in Grenchen alle kennen: Die Badi.
Anfang Mai begann die Badesaison bei schönstem Wetter und das Grenchner Schwimmbad konnte sogleich einen Besucheransturm verzeichnen. Die Badi ist sehr beliebt. Aber auch aus architektonischer Sicht ist sie etwas Besonderes. Gebaut wurde sie von 1953 und 1956 unter der Leitung des Architekten Beda Hefti. Grenchen erhält den Wakkerpreis unter anderem wegen seinem respektvollen Umgang mit Bauten aus den 50er und 60er -Jahren. Eines der ausgezeichneten Bauwerke ist die Badi, welche in vielerlei Hinsicht typische Eigenschaften für die Architektur dieser Zeit aufweist.
“Damals stand die Funktion der Gebäude im Vordergrund”, sagt Stadtbaumeister Claude Barbey. Für die 50er-Jahre typische Details sind in der Badi etwa am Pavillon mit dem Kiosk zu finden. So zum Beispiel dessen sehr schlanke Fenster und Mauern oder auch die Dachstützen.
Auch der unübersehbare Sprungturm ist charakteristisch für jene Zeit. Rund um diesen kam es vor 2 1/2 Jahren zu intensiven Diskussionen im Gemeinderat. Man überlegte sich damals, das Sportbecken wettkampftauglich zu machen. Dies hätte aber den Abriss des Turms zur Folge gehabt. Schliesslich entschied man sich für den Turm.
Seit 1998 wurde die Badi fortlaufend renoviert. Auch auf diese Saison wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten vorgenommen: So wurden unter anderem das Wasseraufbereitungssystem und das Sportbecken erneuert. Letzteres erfüllt zwar die Kriterien für nationale und internationale Wettkämpfe nicht, regionale Wettkämpfe sind aber dank der Verlängerung um wenige Zentimeter nun möglich. “Bei den Sanierungsarbeiten wurde Wert darauf gelegt, die Badi farblich wieder möglichst dem anzupassen, wie sie zu ihren Anfängen ausgesehen hat”, berichtet Claude Barbey. Die bräunlichen Farben wurden also wieder von hellen Farben abgelöst, die Türen der Kabinen sind wieder gelb, rot und blau.
Auf diese Saison wurde nicht nur renoviert, es entstand auch etwas gänzlich Neues: Eine 70 Meter lange, spiralförmige Rutschbahn. Eine nächste Neuerung ist zudem auf in rund zwei Jahren angesagt: Dann soll die Tribüne saniert werden.
Die Übergabe des Wakkerpreises wird am 28. Juni, ab 16 Uhr, auf dem Marktplatz gefeiert. Die Bevölkerung ist gratis zur offiziellen Preisübergabe, zum Apéro und zu diversen Konzerten eingeladen. Ein musikalisches Highlight wird mit einem Gratis-Live-Konzert der bekannten Sängerin Sina geboten.
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