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Buchrezension: „Das Blütenstaubzimmer“ von Zoe Jenny

(Christina Meister) – Eine verwirrende Geschichte über Angst, Liebe und die Suche nach Geborgenheit.
Die Geschichte: Jo ist im Kindergartenalter und wohnt mit ihrem Vater in einer kleinen schäbigen Wohnung. Ihr Vater macht Bücher, die dann überall in der ganzen Wohnung verteilt herumliegen und in der Nacht fährt er mit seinem Lieferwagen weg. Die Mutter Lucy sieht Jo selten. Jo ist ein merkwürdiges Kind. Ständig redet sie von einem Insekt, das sie beobachtete und ihre einzigen Freunde, die sie hat, sind zwei Schnuller. Eines Tages trifft Jo sich mit irren Mutter, die ihr mitteilt, dass sie sich verliebt habe und Jo verlassen werde.

Jahre vergehen und Jo wächst zu einer jungen Frau ohne Mutter heran. Eines Tages entschliesst sie sich, zu Lucy zu ziehen und verlässt ihren Vater. Als sie jedoch bei Lucy ankommt, ist alles anders. Lucy ist mit Alois verheiratet, der Jo nicht gut leiden kann. Kurz darauf stirbt Alois bei einem Autounfall (Selbstmord). Lucy verändert sich von Grund auf und sieht Jo nicht einmal mehr richtig. Obwohl Jo immer da ist und ihre Mutter auch wirklich brauchen würde, lebt diese in ihrer eigenen Welt. Jo wäre alt genug, um für sich alleine zu sorgen, doch will sie ihre Mutter nicht im Stich lassen, so wie diese es damals mit ihr gemacht hat.

Später lernt Lucy dann Vito kennen. Mit ihrem neuen Freund verbringt sie wieder ganz viel Zeit und Jo geht immer mehr vergessen. Jo, die mit ihren 23 Jahren immer noch in ihrer eigenen Welt lebt, berührt das sichtlich. Eines Tages ist Lucy einfach weg, sie hat nur einen Zettel hinterlassen, dass sie mit Vito weggefahren war. Jo geht alleine in die Stadt und trifft dort auf Rea. Rea ist die Tochter eines Millionär und das erste Mal in ihrem Leben findet Jo eine Freundin. Sie wohnt eine Weile bei Rea in ihrer Villa, denn Reas Mutter ist im Krankenhaus und der Vater immer auf Reisen.

Gemeinsam beschliessen sie, nach Milwaukee zu gehen und dort ein unbeschwertes Leben zu führen. Jo ist glücklich und freut sich auf die Reise, doch dann plötzlich bekommt sie einen Anruf von Rea, diese erklärt ihr, dass ihre Mutter nun im Sterben liege und sie nun hier bleiben müsse. Jo ist enttäuscht und macht sich auf die erneute Suche, wieder ihren Vater zu finden.

Mein Eindruck: Wir haben das Buch in der Schule gelesen und es fiel mir schwer, etwas damit anzufangen. Die Geschichte ist verwirrend geschrieben und springt immer schnell von der Gegenwart in die Vergangenheit. Ich habe mich also bis in die Mitte gekämpft und ab Seite 74 fängt es dann erst an, richtig spannend zu werden. Man merkt schnell, dass Jo mit vielen Ängsten zu kämpfen hat und eigentlich nichts anderes ist als ein normales Mädchen, das nach Geborgenheit bei ihrer gestörten Mutter sucht. Schnell wird einem bewusst, dass Lucy eigentlich das Kind ist und Jo sich um sie kümmern müsste.

Zoe Jenny ist 1974 in Basel geboren. Sie zählt nun zu einer der grössten Nachwuchsautorinnen ihrer Zeit. Das Blütenstaubzimmer war ihr erstes Buch, das sofort in mehrere Sprachen übersetzt wurde und mehrere Preise erhielt.

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