(Sabine Waelti) – Alles, was mit Technik zu tun hat, hat den Hang, mich zur Verzweiflung zu bringen. Zum Beispiel mein PC. Solange ich damit Dinge tue, die ich jeden Tag tue, kein Problem. Kaum tritt aber eine klitzekleine Panne auf, bin ich aufgeschmissen.
So letzte Woche. Ich komme ins Büro, starte den Computer auf und will wie immer als erstes meine Mails lesen. Und komme nicht ins Internet. Diesmal aber lasse ich mich von meinem PC nicht austricksen, sage ich mir. Es ist nämlich jedes Mal das Gleiche: Ich bitte jemanden um Hilfe – und SCHWUPPS, noch bevor diese Person mir irgendeine Anweisung geben kann, funktioniert mein PC wieder. Also atme ich ruhig durch, sage mir „Das kommt von selbst wieder“ und überlege, für welche Arbeiten, die anstehen, ich kein Internet brauche.
Nun, viele sind das nicht. Und als sie erledigt sind, macht mein Internetanschluss noch immer keinen Wank. Also räume ich meinen Arbeitsplatz auf, leere die Mülleimer und entsorge unsere leeren Pet-Flaschen der letzten sechs Monate. Nach vier Stunden Internet-Streik aber reicht es mir und ich wähle die Service-Nummer der Swisscom.
„Handelt es sich um ein Problem des Anschlusses, von dem Sie anrufen oder nicht? Sagen Sie JA oder sagen Sie NEIN”, so das Band mit geduldiger Stimme. – „I weiss doch nid!“, brülle ich in den Hörer. Ich habe die Tendenz, Automaten anzuschreien, aber das ist ihnen jeweils relativ egal.
Schliesslich werde ich doch noch mit einem echten Menschen verbunden. „Können Sie mir mal sagen, ob an ihrem Modem das DSL-Lämpchen leuchtet?“, fragt der freundliche Herr. – „Können Sie mir mal sagen, welches unserer vielen Geräte das Modem ist?“, frage ich zurück. Dann, noch bevor ich irgendetwas auf seinen Rat hin angefasst habe – SCHWUPPS! – komme ich wieder ins Internet.
Mein PC hat mich also wie immer ausgetrickst. Mein Pult, unsere Mülleimer und die Pet-Flaschen werden es ihm danken.








