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Leserbrief: Die Stadt verliert mit Erwin Ballabio ihr Idol

(Colette und Kurt Weissbrodt-Seuret) – Der wohl bekannteste Grenchner weilt nicht mehr unter uns. Still und ruhig, im Kreise seiner geliebten Gattin, hat uns Erwin Ballabio für immer verlassen. Eine grosse Persönlichkeit, geachtet und allseits geschätzt, sei es als Privat- , Geschäfts- oder Sportsmensch, der der Stadt Grenchen zu grosser Bekanntheit verholfen hat, ist nicht mehr unter uns.
Sprach man mit Leuten über Grenchen, dann ging es um die Uhrenindustrie oder um den grossen Erwin Ballabio. Seine Fürsorge für die Familie mit den geliebten Grosskindern, seine erfolgreiche berufliche Tätigkeit, nicht zuletzt die sportlichen Erfolge (Höhepunkt: Cupsieg 1959 mit 41 Jahren) haben ihn zu einem geliebten und geschätzten Bürger gemacht. Er war durch seine Freundlichkeit und Zuvorkommenheit allseits beliebt. Leider hat es die Stadt unterlassen, ihn einmal für die grossen Verdienste zu ehren. Vielleicht ist ad postum noch etwas möglich?

Über 65 Jahre haben uns eng verbunden. Als Spieler, Coach und Vorstandmitglied haben wir viele schöne (und auch weniger schöne) Momente erlebt. Er war in Sachen Transfers ein harter, aber korrekter Verhandlungspartner. Fair (wie im Sport) aber hart, war seine Devise. Aber immer wurde eine Einigung beiderseits gefunden.

Winu war in den Kriegs- und Nachkriegsjahren der beste Torhüter Europas. Nicht selten wurde er mit dem Namen des legendären Torhüters Zamora verglichen. Genannt wurde er zu Recht als „Der schwarze Panther“, dieser Titel verfolgt ihn noch heute. Als Coach der Nationalmannschaft (Nachfolger von Dr. Foni) waren zuerst Erfolge und später auch Misserfolge zu verzeichnen.

Doch seine Liebe zu seiner Familie und den FC Grenchen war nie zu übersehen. Wenn Not am Mann war, wusste der FC Grenchen, an wen sich wenden konnte.

Vorbei sind die unvergesslichen Stunden in Deinem Heim und Garten, die gemeinsamen Jassrunden mit Freunden und unseren Ehefrauen, die samstäglichen Apert-Runden mit den verschiedenen Diskussionen. Ein von Kraft strotzender Sportstyp wurde durch seine Krankheit sehr sehr geschwächt. Er fühlte sich am wohlsten bei seiner Gattin an der Gibelstrasse. Die liebevolle Pflege seiner Gattin Christine, sowie die ärztliche Betreuung von Dr. Heer haben ihm am Ende seines sehr bewegten Lebens viel geholfen. So konnte er, ohne Schmerzen, in den Armen seiner Gattin am letzten Dienstag einschlafen.

Lieber Winu, wir alle, Angehörige und unzählige Freunde haben Dich sehr, sehr geliebt. Du wirst uns in Zukunft sehr fehlen.

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