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Kolumne: Japan – eine neue Kultur am eigenen Leib erfahren (1)

Michel Studer uns seine Freundin Aline beim japanischen Essen.

Der Bettlacher Michel Studer und seine Freundin Aline weilen derzeit in Japan. Sie leben in einer völlig andern Kultur, was sich nicht zuletzt auch im Essen manifestiert. Michel Studer wird in den kommenden Wochen in loser Reihenfolge im News-Portal www.grenchen.net von seinen Eindrücken und Erlebnissen berichten. Lesen Sie heute den ersten Teil dieser Kolumnen.
Mann, Mann, was waren Aline und ich nervös, als wir uns am Flughafen Zürich trafen, begleitet durch unsere fast noch nervöseren Familien. Jetzt war es also tatsächlich soweit. Der Tag, dem wir lange mit einer eigenartigen Mischung aus Vorfreude und eher gemischten Gefühlen entgegen geblickt hatten, war gekommen, und nun gab es kein Zurück mehr…

Zwei Jahre hatten wir inzwischen an der Universität Zürich Japanisch studiert. Doch wer eine für westliche Augen derart exotische Sprache (mit einem unglaublich tückischen Schriftsystem!) beherrschen will, kommt nicht um ein Austauschjahr im „Land der aufgehenden Sonne“ herum. Um sein Japanisch zu perfektionieren gibt es schliesslich, und das wussten wir von Anfang an, nichts besseres, als sich mit wirklichen, „authentischen“ Japanern in ihrer Landessprache zu unterhalten.

Und zudem wollten wir unbedingt die einmalige Möglichkeit nutzen, die reiche und überaus farbenfrohe Kultur Japans über einen Zeitraum von zehn Monaten am eigenen Leib zu erfahren! Also trennten wir uns an diesem wolkenverhangenen Tag mit einem lachenden und einem weinenden Auge von unseren Familien. Elf Stunden Flug, vier mehr oder weniger interessante Filme und drei für meinen vegetarischen Magen nicht wirklich verträgliche Mahlzeiten später landeten wir in der Mega-Metropole Tokyo.

Was uns beiden sehr schnell bewusst wurde: Japan ist anders. Anders als alles, was wir bis anhin gesehen hatten. Die zwei Jahre an der Uni hatten uns nicht vorbereiten können auf all das Fremde, Komische, Seltsame, Faszinierende und Lustige, was wir sehen und erleben sollten… Und einiges davon möchte ich in dieser Kolumne gern mit den Lesern dieser Zeitung teilen!

„Wo ist der nächste Abfalleimer??“ Eine Frage, die in den Anfangstagen unseres Aufenthaltes in Japan unser ständiger Begleiter war. Was es damit auf sich hat, können Sie in meinem nächsten Bericht lesen!

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