(Christina Meister) – Wenn Liebe zur Besessenheit wird. „Jeder Schritt von dir“ erzählt die Geschichte einer Stalkerin.
Die Geschichte: Alexandra ist ein ganz normaler deutscher Teenager. Ihre Eltern haben sich getrennt und sie lebt bei der Mutter. Die Mutter arbeitet als Krankenschwester in einer Notfallstation, sodass sie eigentlich nie zu Hause ist.
Alexandra hat einen Teilzeit-Job in einer Tierhandlung. Sie liebt Tiere überalles, bei ihnen fühlt sie sich frei. Und da ist auch noch Valentin Remus aus der Fernsehserie Tierklinik Dammtor. Jeden Abend schaut sie sich die Serie im Fernsehen an und der einzige Grund dafür ist Valentin Remus, der Tierarzt in der Sendung. Denn in Valentin ist Alexandra verliebt.
Als sie eines Tages bei der Arbeit ist, kommen ein Junge, ein Hund und ein Mädchen in den Laden. Alexandra will sie bedienen, als ihr die verblüffende Ähnlichkeit zwischen dem Jungen und Valentin Remus auffällt. Sofort verliebt sie sich über beide Ohren in den Unbekannten. Durch den Namen im Computer des Ladens findet sie heraus, dass er Arved Rehm heisst. Alexandra beschliesst, ihn anzurufen. Es beginnt mit einem schlichten Anruf bei der Familie Rehm, aber immer wenn jemand den Hörer abhebt, verlässt sie der Mut und sie legt wieder auf.
Die Familie Rehm nervt sich extrem über die späten Anrufe. Als Arved am nächsten Tag joggen gehen will, begegnet er Alexandra. Sie reden miteinander und Arved erzählt ihr, dass er eine Freundin, Saskia, hat. Doch Alexandra ist das egal. Sie fängt an, spät in der Nacht bei ihm anzurufen und ihm Briefe zu schrieben. Sie schreibt auch an Saskia und diese trennt sich schlussendlich von Arved. Alexandra verfolgt Arved, wo sie nur kann, schmeisst ihren Job und wartet in der Zeit vor der Schule auf ihn.
Langsam wird sie zu einer richtigen Stalkerin.
Mein Eindruck: Das Buch ist sehr eindrücklich und ziemlich krass. Die Tatsache, dass die Mutter von Alexandra erst bemerkt, was ihre Tochter tut, als sie die einstweilige Verfügung des Anwaltes sieht, ist erschreckend. Obwohl Alexandra ein Problem hat, empfindet man auch Mitleid für sie.
Christine Fehér ist 1965 in Berlin geboren. Sie ist Lehrerin. Weitere Bücher von ihr sind, zum Beispiel: „Dann bin ich eben weg“, „Body. Leben im falschen Körper“, „Strassenblues“ und „Elfte Woche“.
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