(Paul-Georg Meister) – Ich habe einen Kollegen – nein, es ist nicht mein Kollege Kurt – der kifft regelmässig. Schon als 20jähriger rauchte er Canabis (wir ja gelegentlich auch), doch er hat dies – im Gegensatz zu vielen Gleichaltrigen – irgendwie nie überwinden können.
Nun, Canabisrauchen ist noch immer nicht legal. Und wenn es nach meinem Kollegen geht (und diesmal meine ich meinen Kollegen Kurt), also wenn es nach Kurt geht, sollte dies auch nie legal werden.
Ich weiss nicht, ob Kurt in jungen Jahren auch schon mal Shit geraucht hat, heute jedenfalls ist er ein absoluter Gegner. „Hasch-Rauchen macht gleichgültig“, behauptet jedenfalls Kurt und es ist mit ihm zu diesem Thema keine vernünftige Diskussion zu führen. Er beharrt auf seinem Standpunkt. Punkt.
Nun, vielleicht hat Kurt recht.
Als ich kürzlich meinen Kollegen auf dem Marktplatz antraf – nein nicht mein Kollege Kurt, eben der andere –sprach ich ihn auf´s Kiffen an.
Mein (anderer) Kollege schaute mich mit glasigen Augen und einem seeligen Lächeln an, als er mich fragte, ob ich ihm etwas Kleingeld leihen könne.
„Willst du nicht endlich mit dieser Kifferei aufhören?“ fragte ich meinen Kollegen. „Kurt behauptet, Kiffen mache gleichgültig“.
Mein Kollege (nicht Kurt) schaute mich verwundert an, überlegte und sagte dann: „Weisst du, das ist mir eigentlich scheissegal“.
„Quod erat demonstrandum“, würde dazu mein alter Lateinlehrer sagen…
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