(mgt) – Die Todesanzeigen werden in Grenchen weiterhin im Schaukasten bei der Gemeindeverwaltung veröffentlicht werden. Stadtpräsident Banga und Stadtschreiber Scheidegger haben nach Reaktionen aus der Bevölkerung die Weiterführung dieser Dienstleistung beschlossen.
Das Aushängen von Todesanzeigen im kommunalen Informationskasten beim Stadthaus stammt aus der Zeit, in der sämtliche Zivilstandsfälle publiziert wurden. So wurden nebst Eheverkündungen, Eheschliessungen und Geburten auch Todesanzeigen öffentlich angeschlagen.
Auf Weisung der kantonalen Aufsichtsbehörde Zivilstand und Bürgerrecht haben die Zivilstandsämter im Kanton Solothurn sämtliche Publikationen der Zivilstandsfälle ab 1. Juni 2001 definitiv eingestellt.
Als eine der letzten Gemeinden hat die Stadt Grenchen die Todesfälle weiterhin veröffentlicht. Da es seit dem 1. Februar 2008 keinen offiziellen Bestatter mehr gibt, sind verschiedene Reorganisationsmassnahmen in die Wege geleitet worden. Unter anderem werden keine Meldungen über Todesfälle mehr publik gemacht, dies nicht zuletzt aus datenschutzrechtlichen Gründen.
Die Stadtverwaltung nimmt zur Kenntnis, dass diese Massnahme in breiten Kreisen der Bevölkerung auf Unverständnis gestossen ist und das Aushängen von Todesanzeigen in Grenchen offenbar weiterhin einem Bedürfnis entspricht. Stadtpräsident und Stadtschreiber haben deshalb beschlossen, trotz Mehrkosten die entsprechenden Meldungen unter Weglassung datenschutzrechtlich sensibler Daten wie Geburtsdatum und Zivilstand ab sofort wieder im kommunalen Informationskasten zu veröffentlichen.
Ähnliche Beiträge
Tags: datenschutz, grenchen.net, todesanzeigen, zivilstand









Danke, Boris Banga
Ich möchte mich diesem Dank anschliessen.