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Bald wieder Tempo 80 auf Autobahnen im Kanton? – Luftbelastung durch Feinstaub ist zu hoch

(Themenbild: www.pixelio.de)

(KtSo) – In der Region Nordwestschweiz werden auf Grund der Wetterlage Feinstaubkonzentrationen gemessen, die den Immissionsgrenzwert von 50 µg/m3 um das Anderthalbfache übersteigen. In den nächsten Tagen ist mit einer unveränderten Belastungssituation zu rechnen. Tritt keine Besserung ein, könnte der Kanton wiederum Tempo 80 auf den kantonalen Autobahnen einführen.
An den Messstationen des Kantons Solothurn und der angrenzenden Kantone der Nordwestschweiz werden heute Freitag Feinstaub-konzentrationen gemessen, welche den Immissionsgrenzwert von 50 µg/m3 um das Anderthalbfache übersteigen. Gemäss Konzept der Bau-, Planungs- und Umweltdirektorenkonferenz (BPUK) wird dieser Schwellenwert zum Anlass genommen, die Bevölkerung über die Auswirkungen der hohen Feinstaubbelastung zu informieren. Aufgrund der meteorologischen Situation (Inversionslage) ist auch für morgen und die folgenden Tage mit einer massiven Überschreitung des Tagesgrenzwertes für Feinstaub zu rechnen.

Mit jedem Atemzug nehmen wir Tausende von feinsten Partikeln in unseren Körper auf. Je kleiner die Partikel, desto tiefer dringen sie in die Lunge ein und je höher die Belastung, desto mehr gesundheitliche Beschwerden und Erkrankungen treten auf.

Betroffen sind vor allem die Risikogruppen: Kleinkinder, Chronischkranke, Personen mit geschwächter Immunabwehr, ältere Menschen und Personen mit bereits erlittenen Lungen- und Herz-Kreislauferkrankungen.

Bei starker körperlicher Anstrengung werden durch die verstärkte Atmung mehr Schadstoffe aufgenommen. Es wird deshalb empfohlen, auf starke körperliche Anstrengungen zu verzichten.

Was kann der Einzelne tun

• Wenn Sie den öffentlichen Verkehr benützen, verursachen Sie keinen oder nur wenig Feinstaub.
• Bilden Sie Fahrgemeinschaften, statt alleine mit dem Auto zu fahren.
• Fahren Sie mit Ihrem Auto möglichst niedrigtourig.
• Fahren Sie vorausschauend. Vermeiden Sie abrupte Beschleunigungs- und Bremsmanöver. So vermeiden Sie den Abrieb von Reifen, Bremsen und Strassenbelägen.
• Diesel-PW ohne Partikelfilter sind nur zurückhaltend oder besser gar nicht einzusetzen.
• Unterlassen Sie das Verbrennen von Holz in Cheminées und in kleinen Öfen (Schwedenöfen). Ein Cheminée produziert soviel Feinstaub wie 1′500 Ölheizungen. Schwedenöfen rund 300 mal mehr.
• Unterlassen Sie das Feuern im Freien.

Weitere Schritte
Sollten die Feinstaubkonzentrationen weiter ansteigen, werden gemäss Konzept der Bau-, Planungs- und Umweltdirektorenkonferenz (BPUK) Massnahmen wie Tempobeschränkungen auf Autobahnen angeordnet.

Weitere Informationen

Detaillierte Informationen über die Höhe der aktuellen Belastung an den einzelnen Messstellen in der übrigen Schweiz sind auf der Homepage des
Cercl’Air www.feinstaub.ch verfügbar oder auf der Homepage des BAFU unter www.umwelt-schweiz.ch/luft.

Zudem bieten Teletext SF1, Seite 666, und der SMS-Dienst unter Nr. 20120, mit Keyword “luft SO”, Informationen über die aktuelle Feinstaubbelastung an (für die Region Thierstein-Dorneck empfiehlt sich als Keyword “luft BL”).

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4 Kommentare zu Artikel “Bald wieder Tempo 80 auf Autobahnen im Kanton? – Luftbelastung durch Feinstaub ist zu hoch”

  1. Karl sagt:

    Also ich hoffe sehr, dass nicht wieder Tempo 80 auf der Autobahn eingeführt wird. Die Verantwortlichen vom Kanton sollen sich mal beim TCS erkundigen. Der hat eine Studie gemacht, die zeigt, dass dies gar nichts bringt. Das ist nur eine Schikane für die Autofahrer. Und die werden schon genug schikaniert.

  2. Peter Heimann sagt:

    Freie Fahrt für Freie Bürger fordert Karl in seinem Kommentar und übersieht damit, dass Umweltschutz ein Thema ist, das uns alle betrifft.
    Selbst kleinste Massnahmen können zu einer Verbesserung der Sitaution beitragen. Daran ändern auch fragwürdige Studien des TCS nichts. Lieber Karl, wenn wir mal nicht mehr atmen können, dann fahren wir auch nicht mehr. Vieleicht sollten Sie sich das mal überlegen.

  3. Ben sagt:

    Peter Heimann weiss offenbar, dass die Studie des TCS fragwürdig ist. Und er scheint auch nicht zu wissen, dass an Arbeitsplätzen die erlaubten Feinstaubwerte (SUVA!) 1000 Mikrogramm/m3 betragen, also 20 mal höher als im Freien. Bei Messungen in bayrischen Schulzimmern wurden, bei geschlossenen Fenstern, bis zu 313 (PM10) Mikrogramm gemessen.
    Staub ist Teil unserer Umwelt, Milliarden von Menschen haben bisher bewiesen, dass wir damit leben können.

  4. Wilu sagt:

    Meine Damen und Herren: Fahren Sie Zug! Mal ehrlich, es wäre kein Problem mit dem Zug von Grenchen nach Solothurn oder Biel zu fahren. Resultat: Null Emissionen! Und einen so dichten Fahrplan wie hier gibts wohl selten auf einem nationalen Schienennetz.

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