(Paul-Georg Meister) – Jedes Kind soll nach Möglichkeit in nächstgelegene Schulhaus eingeteilt werden. Dies ist das Fazit der Diskussion im Grenchner Gemeinderat zur Petition „Gerechte Schuleinteilung“. Der Gemeinderat folgte dem Anliegen der Petitionäre ohne Gegenstimme.Im Zusammenhang mit dem Streit um die Schuleinteilung wurde in Grenchen eine von rund 1000 Personen unterzeichnete Petition für eine gerechte Schuleinteilung eingereicht. Diese stand an der letzten Gemeinderatssitzung zur Diskussion und schon bald zeigte sich, dass das Anliegen beim Rat auf offene Ohren stossen wird.
Über alle Parteigrenzen hinweg wurde dem Anliegen grosses Verständnis entgegen gebracht. Die Bedeutung dieser Petition sei nicht zu unterschätzen, meinte etwa SVP-Gemeinderat Marcel Boder, der betonte, dass bei der Wohnortswahl die Nähe zu einem Schulhaus für eine junge Familie ein wichtiger Faktor sei.
Dass die Schuleinteilung in Grenchen schon lange ein Problem sei, hob auch SP-Gemeinderat Daniel Trummer hervor. Und gleich wie CVP-Gemeinderat Heinz Felber war er der Ansicht, dass die Petition dieses Problem entscheidend entschärfen könne. Felber bedauerte, dass durch die Schuleinteilung in Grenchen immer wieder Probleme entstanden seien. Seiner Ansicht müsse nun nach konstruktiven Lösungen gesucht werden.
Und diese konstruktiven Lösungen sind in der Petition enthalten, war schliesslich der Gemeinderat der Ansicht. Alle Fraktionen unterstützten die Anliegen der Unterzeichner folgten der Petition ohne Gegenstimme.
Nun soll in Grenchen also grundsätzlich jedes Kind in das nächstgelegene Schulhaus eingeschult werden. Bei Ausnahmen wird die Schulleitung zuerst Rücksprache mit den betroffenen Eltern nehmen, bevor über die Einteilung endgültig entschieden wird. Grundsätzlich sollen die Eltern zudem früher als bis heute über die Einteilung ihrer Kinder informiert werden.
Auch in Zukunft kann von Seiten der Schulleitung – so war zu erfahren – allerdings nicht garantiert werden, dass alle Kinder in das nächstgelegene Schulhaus eingeteilt werden können, da für die Einteilung auch Vorgaben wie etwas die Klassengrössen miteinbezogen werden müssen.
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Ist irgendwie schon interessant. Zuerst war es nicht möglich, auf die berechtigten Wünsche der Eltern einzugehen. Nun wird es doch möglich werden.
Wie das auch sei. Auf jedenfall hat diese traurige Angelegenheit nun doch noch einen guten Schluss gefunden.
Es geht eben doch, wenn man nur will.
Ich danke den Initianten der Petition. Sie haben mit ihrem Vorstoss viel erreicht. Die Eltern der Kinder, die in den nächsten Jahren neu in die Schule gehen, sind ihnen sicher dankbar. Und sicher ist es auch für die Kinder besser.
Man sieht einmal mehr, dass es sich lohnt, für eine gute Sache zu kämpfen. Auch wenn sich der Stadtpräsident und die Schulleitung gegen einen solchen Vorstoss wehren (ich denke an die Orientierung im Parktheater), so gibt es doch noch vernüftige Gemeinderäte, die sich, nicht so wie die Verwaltung und der Stadtpräsident, für das Wohl der Bürgerinnen und Bürger einsetzen. Ihnen allen: vielen Dank!