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Leserbrief: Die Verkehrsprobleme an der Bahnhofstrasse sind hausgemacht

(Jürg Glauser, Grenchen) – Die Verkehrsplaner sind enttäuscht, weil sich der Individualverkehr immer mehr über die Bahnhofstrasse abwickelt. Dabei vergessen sie, dass die Flugplatzstrasse praktisch nicht mehr zur Verfügung steht. Wer vom Norden der Stadt ein Ziel südlich der Bahnlinie anvisiert (Gewerbe an und um die Staadstrasse, Schrebergärten, BBZ, Fussballplätze, Schwimmbad, Boggiahalle, Tennishalle, Flugplatz, Tennisplätze, Staad, Arch/Büren oder Autobahn) benützt mehrheitlich die Bahnhofstrasse.

Die Planer erwarten vom Autobenützer, dass er an der Kirchstrasse beim Bürgerhaus seine Fahrtrichtung ändert und via Friedhofstrasse – Monbijoukreisel – Schlachthausstrasse fährt. Diese “Umfahrungsroute” ist genau 2000 Meter lang. Die direkte Verbindung zur Schlachthausstrasse beträgt lediglich 750 Meter.

Dadurch ergeben sich bei einer Benützung hin und zurück an fünf Tagen in der Woche und 45 Wochen im Jahr immerhin 560 Kilometer Umweg und bei 8 Liter Benzinverbrauch 45 Liter und bei 500 Autos ungefähr 22′500 Liter Benzin oder Diesel. Ist das umweltfreundlich? Die Energiestadt Grenchen lässt grüssen.

Richtig ist, dass das nur ein Beispiel ist. Noch grösser ist wahrscheinlich der Umweg Ost-West via Nekarsulmstrasse – Flughafenkreisel – Monbijoukreisel oder die neue Routenführung GVG-Kreisel – Bettlachstrasse – Spital – Jurastrasse – Gasslerkreisel – Tunnelstrasse zur Schmelzistrasse.

Alle Stimmbürgerinnen und Stimmbürger könnten bei Abstimmungen und Wahlen solche Fehlplanungen verhindern oder gelegentlich korrigieren.

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9 Kommentare zu Artikel “Leserbrief: Die Verkehrsprobleme an der Bahnhofstrasse sind hausgemacht”

  1. Peter sagt:

    Danke Jürg für Deinen Beitrag, er spricht mir aus der Seele. Was in Grenchen gemacht wird, ist nicht mehr eine Verkehrspolitik, sondern eine Verkehrsbehinderungspolitik
    Ich finde es sehr gut, wie du den zusätzlichen Verbrauch von Benzin und Diesel ausgerechnet hast. Dazu kommt noch, dass diese Strecken auch Schulwege sind. Wenn die Umfahrungen funktionieren würden, wären also noch Kinder gefährdet.
    Aber das ist den zuständigen Herren egal. Hauptsache sie können ihre Furzideen umsetzen.
    Danke das du das Thema aufgenommen hast.
    Von wegen Energiestadt, das sind odch nur leere Worte, mit denen sich die Verwaltung schmückt. Da ist nichts dahinert, im Gegenteil.
    Energiestadt heisst für unsere Verkehrsplaner im Stadtbauamt doch ganz klar: Viel Energie verpuffen…

  2. Katrin sagt:

    Die Verkehrsführung in Grenchen in eine Katastrophe. Da kann man nicht glauben, dass das Leute mit einem Hirn sind, die sich das ausgedacht haben.
    Was bei der Howeg gebaut wurde ist eine echte Frechheit. Das ist ein Hindernisparcour und der wurde noch mit Steuergelder bezahlt. Das ist ein Skandal.
    Kein Wunder steht Grenchen bei der Umfrage immer an letzter Stelle. Mit solchen Hindernisbahnen kann die Stadt ja gar nicht attraktif sein.

  3. Oli sagt:

    Nun immerhin eine Verkehrsplanung ist vorhanden. Ich persönlich finde eigentlich gar keinen Anlass dazu – oder ist das für die nächsten 30jahren nötig(?).
    Wenn ich nun von der “Allerheiligenstrasse” aus in Richtung Solothurn (der Hauptstrasse nach)will, so wird mir “vorgegeben” ich soll doch den Weg durch das Alterszentrum Kastels, und gleich noch neben dem Spital durchfahren, z.T. parallel mit vielen Schülern auf ihren Fahrräder.
    Ich find das keine gute Wahl !

  4. Rolf Janz sagt:

    Diese Verkehrsplanung “schreit wirklich zum Himmel”. Hier ist nun alles falsch gemacht was man falsch machen kann. Diese Planer haben wohl zuwenig Arbeit, dass sie solche Sachen veranlassen können. Tip für die nächste “sinnlose Umfahrung”: Schild-Hugistr./Schmelzistr./Bergstr. direkt nach Moutier !!!
    Statt den Verkehr rasch durch sowie aus der Stadt zu führen, wird er durch Wohn-/Schulquartiere geführt. Wenn ich dies nicht selbst sehen und erleben würde könnte man meinen, dies sei bei den “Schildbürgern” passiert.

  5. Sepp sagt:

    Rolf Janz, spricht an was viele denken. Die Planer sind angestellt d.h. sie sind angestellt, um entsprechend zu planen d.h. wenn alles umgeplant und realisiert wird, beginnt ihre Arbeit von neuem; was sollen sie auch anderes tun, als zu planen. Der gute Mann oder die gute Frau will ja nicht den ganzen Tag Däumchen drehen , also plant und plant sie oder er.
    Was regen wir uns auf, bald wird wieder umgeplant, schliesslich muss der Planer ja was machen….sie können den Kommentar wieder von vorne beginnen…..

  6. So liebe grencher

    jetzt bin ich gespannt wann die bahnhofstrasse zur einbahnstrasse erklärt wird?

    Dann kann man sie dann nur noch süd – nord befahren werden. So will man den verkehr durch die wohnquartiere jagen.

    Hatte in den 90ziger jahren, von den rückbauplänen wind bekommen, und eben das es in grenchen keine Opposition gibt… ja bei diesem gemeinderat den wir damals hatten…

    so hatte unser Barbey, Claude und unser Gerber Robert freiesspiel.

    Unser capo hätte ruhig mal intervenieren können. Dem bürger blieb höchstes die einsprache wobei da immer 500.- fällig werden, wer bezahlt das schon?

    Also konnten die umbauten stück für stück ausgeführt werden.

    Mein lieber claude und robert, wenn der verkehr in der unterführungsstrasse nicht abfließen kann, wegen den linksabbieger, kann auch der wo rechts weg will nicht fahren, das war früher einfacher, da konnte man rechts vorbei fahren, so mit war der rückstau massiv kleiner…

    also somit werden hansrudis bgu busse in der bahnhofstrasse blockiert und die umsteiger können ihren bahnen hinterher winken!

    Lieber claude du hast anscheinend dazugelernt, als ich dich wegen der kappelstrasse angesprochen habe,
    http://www.schuhservice-kliegl.ch/privat/Fragw%FCrdige%20Verkehrsf%FChrung%20der%20Grenchener%20Stadtplaner.htm
    es wurden in der letzten zeit diverse strassenabtrennungen so gestalltet, dass ein überfahren für ein zweiradfahrer möglich wird, für das muss ich dir mal ein lob aussprechen!!!

    also liebe grencher es liegt nun an uns das auch in zukunft die bahnhofstrasse beidseigt befahren werden kann, ansonsten müsst ihr fähig leute in den gemeinderat wählen, wo auch die anliegen unserer bevölkerung wahrnehmen.

    Es grüsst dr schueni vo gränche bi gott

  7. WernieX sagt:

    Ihr habt natürlich alle Recht mit euren Kommentaren. Aber jetzt muss ich doch unsere Verkehrsplaner doch auch mal loben: Als begeisterter Motorradfahrer (Enduro) finde ich die neu gebauten “Maulwurfshügel” (z.B Kirchstrasse) super. Mehr davon! Gibt doch nichts Schöneres als mit leicht überhöhtem Tempo da drüberzubolzen! Toll gemacht, Jungs!

  8. balli markus sagt:

    liebe grenchner-und innen jetzt tut doch nicht so !unsere verkehrsführung ist doch super! bremsen, beschleunigen und wieder bremsen das macht doch spass und hilft den co2 ausstoss zu vermehren! dann kann unsere stadtpartei ein paar messstationen instalieren und bei erhöhten messwert uns das autofahren verbieten ! natürlich nur die,die ein einkommen unter 10.000.- haben ! das ist doch der zweck der übung! oder seh ich das falsch!

  9. Hanspeter Vögtli sagt:

    Systemblindheit

    Vielleicht ist eher das gigantische Verkehrsaufkommen schuld am Aerger der Automobilisten und weniger die Verkehrsführung. Wenn die Planer davon ausgehen müssen, dass sich das Verkehrsaufkommen wie bisher alle 20 Jahre verdoppelt, dann sieht es zappenduster aus für morgen.

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