(mgt) – Der Trend setzt sich fort: Während die Anzahl der Getöteten im ersten Halbjahr 2007 weiter abgenommen hat (151 / minus 4 %), stagniert die Zahl der Schwerverletzten (2349 / plus 2 %). Dies ergab die halbjährliche Erhebung der Schweizerischen Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu bei den kantonalen Polizeistellen.Die bfu ist über die rückläufige Zahl der Strassenverkehrsopfer erfreut. Befürchtungen über einen Wiederanstieg bei den Getöteten haben sich – im Gegensatz zu den Schwerverletzten – glücklicherweise nicht bestätigt.
Auffällig ist insbesondere die überdurchschnittliche Abnahme bei den beiden Hauptunfallursachen: Die Zahl der tödlichen Unfälle wegen Alkoholeinfluss ging um 52 % (von 31 auf 15), jene wegen nicht angepasster Geschwindigkeit um 11 % (von 65 auf 58) zurück. Die genauen Gründe dieser substanziellen Reduktion sind noch nicht bekannt. Während der längerfristige positive Trend auch auf sicherere Strassen und Fahrzeuge zurückzuführen ist, müssen der kurzfristigen Reduktion weitere Ursachen zugrunde liegen. Dazu gehören gesetzliche Neuerungen, effiziente Polizeikontrollen und die zunehmende Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Fragen der Strassenverkehrs-Sicherheit.
Deutlich negativer ist die Entwicklung bei den Schwerverletzten, deren Anzahl seit mehreren Jahren stagniert. Während den allerschwersten – d.h. tödlichen – Unfällen erfolgreich die Spitze gebrochen werden konnte, sind in diesem Bereich kaum mehr Fortschritte zu verzeichnen. Ein fataler Stillstand, denn die Lebensqualität vieler Schwerverletzter ist markant und längerfristig beeinträchtigt. Und in jedem fünften Fall führt eine schwere Verletzung gar zu einer Invalidität…
Das Via-Sicura-Massnahmenpaket, das immer noch beim Bundesrat hängig ist und mit dem die Sicherheit im Strassenverkehr weiter verbessert werden soll, ist also alles andere als überflüssig!
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