(Paul-Georg Meister) – „Havana del Alma – Musik aus Kuba“. Unter diesem Titel stand das Matineekonzert im Schloss Blumenstein. Ein Konzert, das alle Erwartungen übertraf.Das noch relativ neue Quartett „Havana del Alma“ war Gast am Matineekonzert im Schloss Blumenstein. Auf dem Programm standen kubanische und lateinamerikanische Volkslieder – ein interessanter Mix aus Salsa, Bossa Nova, Latin Jazz und als Zugabe sogar ein Lied der Popgruppe Queen.
Vom ersten Ton an gelang es den vier Vollblutmusikern, das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Abdiel Montes de Oca (Piano und Gesang) und die gefühlvolle Sängerin Brigitte Wullimann ergänzten sich stimmlich hervorragend, sie intonierten und interpretierten, manchmal recht eigenwillig, doch immer sehr gefühlsvoll, ohne auch nur einmal ins Sentimentale oder gar Kitschige abzugleiten. So entstand ein zwar bekannter, aber doch sehr persönlich interpretierter Latino-Sound, der vom Publikum im bis auf den letzten Platz gefüllten Blumenstein, mit begeisterndem Applaus quittiert wurde.
Getragen wurde das Konzert aber auch von Eigenleistungen der Musiker. Mehr als einmal bewies Marco Rohrbach mit seinen Bass-Soli, dass er sein Instrument mehr als nur beherrscht, während Drummer Adrian Christen mit seiner Percussion der Musik seinen Stempel aufdrückte und wesentlich zum mitreissenden rhythmischen Gesamteindruck beitrug.
Mit Havana del Alma haben die Organisatoren der „Musik im Blumenstein“ eine Gruppe verpflichtet, die den Ansprüchen in jeder Hinsicht gerecht wurde. Auch wenn unter den Zuhörern wohl ein grosser Teil sich eher zur Klassik hingezogen fühlt, so hat das Konzert doch eines beweisen: Gute Musik, technisch perfekt vorgetragen und gefühlvoll interpretiert bleibt was es ist – gute Musik eben. Das Publikum dankte jedenfalls mit lang anhaltendem ehrlichem Applaus.
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