(Anna Meister) Der 17-jährige Grenchner Craig von Schulthess ist seit sieben Jahren im Kanusport tätig und hat auch schon einige Preise eingeheimst. Nun hat er es in die Junioren-Nationalmannschaft geschafft.Im Jahre 2000 ist Craig zum ersten Mal mit dem Kanusport in Berührung gekommen. „Die Schule führte damals einen Schulhauscup durch, bei dem auch Kanu fahren zu den Disziplinen gehörte. Ich habe damals mitgemacht und kam sogleich auf den Geschmack“, erzählt von Schulthess. Aus Spass ging er öfters mal „in die Aare ein wenig paddeln“, bevor er 2001 den Anfängerkurs und Ende 2001, Anfang 2002 den Fortgeschrittenenkurs belegte. Nach diesen Kursen entschied sich von Schulthess für das Slalomfahren. Im Jahre 2003 bestritt er zum ersten Mal die Aaremeisterschaft in Grenchen und belegte sogleich den 5. oder den 6. Platz, er kann sich nicht mehr genau erinnern. Die gute Platzierung freute den damals 13-Jährigen sehr, doch, „damals war es mir noch wichtiger, einfach dabei zu sein.“
Ziel: Guter Übertritt in die Erwachsenenkategorie
Sein erster Trainer war Yves Schindler, der heute Präsident des Kanuclubs ist. Mit ihm hat er auch erste Erfahrungen im Wettkämpfebestreiten gesammelt. Momentan trainiert er alleine, zwischen sechs bis neunmal pro Woche. Nicht gerade einfach für den Forstwart-Lehrling. „Manchmal bin ich nach der Arbeit und nach dem anschliessenden Training total kaputt“, sagt er, „doch ich beisse mich dann einfach durch.“ Klar, schliesslich will er die Juniorenkategorie gut hinter sich bringen und einen guten Übertritt in die Erwachsenenkategorie hinlegen. Eine Karriere als professioneller Kanufahrer strebt er aber nicht an. „Nur mit dem Kanufahren kann man vor allem in der Schweiz nicht viel Geld verdienen“, bedauert von Schulthess. „Ich möchte aber auch das Kanufahren lieber als Hobby weiterführen und als Forstwart arbeiten.“
Dabeisein zählt
Dabei sah es anfangs gar nicht nach einer langen und erfolgreichen Karriere aus für Craig. Anfangs hatte er grossen Respekt vor Wildwasserfahrten, da er nur im Flachwasser gefahren war. Auch hatte er die „Eskimorolle“ damals noch nicht wirklich im Griff. Doch nach einem Jahr Training im leichten Wildwasser war diese Hürde auch bezwungen und er konnte auch bei den Wildwasserfahrten teilnehmen. „Es braucht sehr viel Durchhaltevermögen und auch die Motivation ist sehr wichtig. Doch auch den Körperbau und ein wenig Talent sind nötig. Diese zwei Dinge kann man sich aber ziemlich schnell antrainieren“, schmunzelt er. Das Gewinnen steht für ihn nicht an erster Stelle. „Es ist ein Leistungsausweis und zeigt, dass man auf dem richtigen Weg ist mit dem Training und der Technik. Für mich zählt aber das Dabeisein immer noch viel mehr als das Gewinnen“, erklärt er.
Europameisterschaft steht bevor
Craig hat es dieses Jahr in die Juniorennationalmannschaft geschafft. Unter der Leitung von Nathalie Siegrist wird er die Schweiz an der Europameisterschaft vom 31. Juli bis zum 6. August in Krakau (PL) vertreten. Am N3 Final in Metz (F) hat er sich ausserdem für die Französische Meisterschaft in der Mannschaft qualifiziert. Somit kann er seinen Meistertitel, den er vor einem Jahr als erster Schweizer gewonnen hat, verteidigen.
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Herzliche Gratulation. Mach weiter so.
und viel Erfolg an den Meisterschaften
Peter