
(Anita Panzer) Das cantus firmus vokalensemble und consort führt zu Ostern die Messe in h-moll von Johann Sebastian Bach in der Franziskanerkirche Solothurn auf. Johann Sebastian Bachs Messe gehört zu den bedeutendsten musikalischen Vermächtnissen unserer abendländischen Musikkultur.Bach begann mit der Komposition des 21-stimmigen Werkes als Bewerbungs-Musik zum "Hofcompositeur" beim sächsischen Kurfürsten und polnischen König Friedrich August II. Die Vollendung seines Opus summum sollte ihn bis kurz vor seinen Tod beschäftigen.
Die Besetzung von cantus firmus des Werkes mit "nur" zehn Sänger/innen mag auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen, werden doch die Werke Bachs auch heute noch meist von grossen Chören aufgeführt. Seit der gründlichen Untersuchung des Musikwissenschaftlers Joshua Rifkin weiss man jedoch, dass sich die Musiker und Sänger bei den Aufführungen das Notenmaterial nicht teilten, sondern jeweils aus einem eigenen Exemplar musizierten. Zu Bachs Zeit erklangen seine Vokalwerke also mit nur einem Sänger pro Stimme (dem "Concertisten"), der nur in Ausnahmefällen durch einen weiteren Tutti-Sänger (dem "Ripienisten") verstärkt wurde. Das cantus firmus vokalensemble und consort hat in den letzten Jahren bei den verschiedensten Aufführungen von Passionen, Kantaten und Motetten diese neuen Erkenntnisse erfolgreich in die Praxis umgesetzt.
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