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KOLUMNE: Goodbye liebe Schweiz

(Parzival Meister) Liebe Leserinnen und Leser, in dieser Kolumne nehme ich Abschied. Doch keine Angst, oder je nach dem keine falschen Hoffnungen: Es gibt ein Wiedersehen. Für das nächste halbe Jahr aber, drehe ich Grenchen, der Schweiz und Europa den Rücken zu.Am 31. Januar steige ich ins Flugzeug und nach über 20 Stunden Reisezeit werde ich am Ziel sein: in Melbourne, Australien. Genau, das ist da, wo die Tennisstars momentan gegen die Hitze kämpfen und ich schon bald in Flip-Flops, kurzen Hosen und einem Trägershirt herumschlendern werde.

Mit einem guten Kollegen werde ich zuerst fünf Wochen die Schulbank drücken – „Pflichtprogramm“ mit der Hoffnung auf ein Diplom. Rund ein Monat nach unserer Ankunft wird ein zweiter Kollege zu uns stossen und wenn alle Prüfungen hinter uns liegen, werden die Pferde gesattelt. In einem Büssli geht’s der Ost-Küste entlang. Je nach Budget werden wir auch noch den Westen erkunden. Imposante Grossstädte, traumhafte Strände, grosse Wellen zum Surfen, die wundervolle Natur, exotische Tiere, … die Liste der Dinge, die ich auf diesem Trip sehen und erleben will, ist schier endlos. Vor allem aber hoffe ich auf eine geile Zeit, die ich nie im Leben vergessen werde.

Dieser Trip ist mein lang gehegter Wunsch. Schon vor Jahren habe ich mir vorgenommen: „Bevor ich 25 bin, muss ich gehen!“ Und nun ist es soweit. Nur noch wenige Tage. Ich kann es noch immer kaum glauben. Aber es ist so. Bald geht’s los… in das Abenteuer meines Lebens. Wau! Mir kribbelt’s im Bauch, während ich diese Zeilen verfasse.

Nebst der unendlichen Vorfreude, habe ich natürlich auch ein weinendes Auge. Es gibt vieles, das ich vermissen werde: Meine Familie, meine Freundin, meine Kollegen, meine Stadt, ja vielleicht sogar meinen Alltag und meine Arbeit.

Doch auch in diesem weinenden Auge verbirgt sich ein Lächeln. Denn all diese Dinge, die mir wirklich wichtig sind, gehen in einem halben Jahr nicht verloren. Mein Trip ist zeitlich beschränkt, das andere bleibt für die Ewigkeit. Also sollte ich nicht traurig sein, sondern mich glücklich schätzen, so viele Dinge zu haben, auf die ich mich bei meiner Rückkehr freuen kann und die mir das Gefühl geben werden, wieder zu Hause zu sein.

Ich bedanke mich an dieser Stelle für die vielen Feedbacks, welche ich auf meine Kolumnen erhalten habe. Im kommenden halben Jahr wird Sie vor allem mein Vater mit seiner spitzen Feder unterhalten. Und gelegentlich, wenn ich die Zeit und Infrastruktur finde, werden Sie an dieser Stelle auch von mir etwas lesen. Ich wünsche allen eine schöne Zeit… bis bald!

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