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Sommerspiele Selzach mit einer neuen Trägerschaft: Produktion um ein Jahr verschoben

Impression aus der Produktion „Martha“ vom 2005 in Selzach

(pgm) Im kommenden Jahr werden in Selzach keine Sommerspiele stattfinden. Die Trägerschaft wurde auf neue Beine gestellt und die Produktion um ein Jahr verschoben.Im nächsten Sommer hätten in Selzach wieder Sommerspiele stattfinden sollen. Die Produktion, gespielt wird „Viva la Mamma“ von Donizetti, wurde um ein Jahr verschoben. Die Premiere findet deshalb am 2. August 2008 in Selzach statt.

Die letzten Sommerspiele in Selzach waren gleichzeitig die Abschiedvorstellungen des Gründers und bisherigen musikalischen Leiters René Kunz. Fast 20 Jahre lang hat Kunz die Sommerspiele geprägt, bei denen während 10 Spielzeiten insgesamt acht Opern aufgeführt wurden.

An der Gründungsversammlung der neuen Trägerschaft würdigte Produktionsleiter Urs Jäggi die grossen Verdienste von René Kunz und überreichte ihm einen Generalpass, mit dem er in Zukunft zu allen Produktionen in Selzach freien Zutritt haben wird. „Wir möchten dich auch weiterhin in Selzach sehen“, betonte Jäggi, „auch wenn dein Kind heute auf eigene Beine gestellt wird.“

Und genau darum ging es bei der Versammlung. Bisher waren die Sommerspiele Selzach quasi ein „Anhängsel“ der Leberberger Instrumentalisten. Mit dem Abgang von René Kunz stellte sich deshalb auch die Frage nach einer neuen Trägerschaft. Diese wurde nun gefunden, indem der Verein Sommerspiele Selzach aus der Taufe gehoben wurde, der neu die Trägerschaft für die Opernproduktion übernehmen wird. „Wir werden auch in Zukunft immer enge Verbindungen zu den Leberberger Instrumentalisten und zum Singkreis Lebern haben“, erklärte Urs Jäggi, doch mit der Gründung des Vereins sei nun eine rechtlich verbindliche Grundlage geschaffen worden, die ein Fortbestehen der Sommerspiele garantieren soll.

Einstimmig nahm die Versammlung schliesslich die Statuten des neuen Vereins an und 28 Anwesende traten dem Verein bei. Als Vorstandsmitglieder wurden gewählt: Urs Jäggi (Interimspräsident), Dana Wittlin, Oskar Fluri (beide Produktionsteam), Viktor Stüdeli (Gemeindepräsident Selzach), Christian Allemann (Präsident Freunde Sommerspiele Selzach) und Hans Bösch (Präsident Verein Passionsspielhaus).

Mit Elan in die neue Produktion

Mit der Gründung des Vereins wurden die Grundlagen für einen Weiterbetrieb der Sommerspiele Selzach geschaffen. Das Produktionsteam wird sich nun an die Arbeit machen. Allerdings muss die nächste Produktion um ein Jahr verschoben werden. „Die Frage nach dem musikalischen Leiter ist derzeit noch nicht entschieden“, erklärte Jäggi den Grund der Verschiebung, aber es zeichne sich eine gute Lösung ab. „Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, die Produktion um ein Jahr zu verschieben“, und mit einem Lächeln fügte er hinzu: „Sie können sich das Datum, 2. August 2008 bereits in Ihrer Agenda anstreichen, dann nämlich findet die Premiere von Donizettis „Viva la Mamma“ im Passionsspielhaus statt.“

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