
(pam) Wer die Herkunft seines Stromes selber bestimmen will und damit erneuerbare Energieträger fördern, der sollte einen Blick in die Beilage seiner nächsten Energierechnung werfen. Denn ein Kreuz genügt, um seinem Budget entsprechend Ökostrom zu zapfen.Der Strom, welchen die Städtischen Werke Grenchen SWG in die Haushalte liefern, besteht zu 53 Prozent aus erneuerbaren Energien (Wasserkraft), zu 45 Prozent aus nicht erneuerbaren Energien (Kernenergie) und die übrigen zwei Prozent sind nicht überprüfbar. Diese Zahlen sind aus der Stromkennzeichnungskarte zu entnehmen, die der nächsten Energierechnung beiliegt.
Wasser, Wind und Sonne als Energieträger
Diese Beilage zeigt aber nicht nur auf, woher der gelieferte Strom kommt, sondern bietet dem Kunden die Möglichkeit, die Herkunft künftig selber zu bestimmen bzw. seinem Budget entsprechend mehr Ökostrom zu beziehen. Drei Energieträger stehen zur Wahl: Wasser, Wind und Sonne. In dieser Reihenfolge steigt auch der Preis. Wer seinen gesamten jährlichen Strombezug auf „water star“ umstellen will, bezahlt 3,5 Rappen mehr pro Kilowattstunde, bei „wind star“ wird es 40 Rappen und bei „sun star“ 80 Rappen teurer.
Eine Frage des Budgets
Dass eine solche Umstellung nicht an der Überzeugung, sondern am Haushaltsbudget scheitern kann, ist klar. Aus diesem Grund ist es möglich, die Menge des teureren Ökostroms im Voraus zu definieren. Ein Beispiel aus jeder Sparte: Für 17,50 Franken Aufschlag im Jahr gibt es 500 Kilowattstunden „water star“. Dies entspricht dem Energieverbrauch von 333 Stunden Staubsaugen. 60 Kilowattstunden „wind star“ kosten 24 Franken, womit man eine 20-Watt-Energiesparlampe rund 3'000 Stunden lang brennen lassen kann. 32 Franken ist der Preis für 40 Kilowattstunden „sun star“, also für rund 500 Stunden Fernsehen.
Individuellen Bedürfnissen gerecht werden
Das normale Liefergemisch der Städtischen Werke Grenchen berücksichtigt die ökologischen sowie die ökonomischen Aspekte in etwa gleich stark. „Der Wunsch der Bevölkerung, vermehrt auf nicht erneuerbare Energien zu verzichten, wird immer grösser“, erklärt SWG-Direktor Per Just und fügt an, „gleichzeitig will oder kann aber nicht jeder tiefer in die Tasche greifen.“ Die Vorteile der Bestellkarte liegen für ihn deshalb auf der Hand: „Damit können wir den individuellen Bedürfnissen gerecht werden. Jedem ist es selbst überlassen, wie sehr er den Umweltschutz unterstützen will und niemand wird zu etwas gezwungen.“
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