
(Paul-Georg Meister) An der Grenchner Airshow wurde ein Programm der Sonderklasse geboten. Dieser Meinung sind nicht nur tausende von Besuchern, sondern auch citynet-Chefredaktor Paul-Georg Meister. Er findet es deshalb besonders schade, dass diese unvergesslichen Bilder nicht an ein Publikum in der ganzen Schweiz gelangten. Seine Begegnung mit einem verärgerten Fotografen:Als Journalist hat man es nicht immer leicht. Als Grenchner Journalist schon gar nicht. Seit der Airshow 06 jedenfalls mache ich einen weiten Bogen um alle Journalistinnen und Journalisten, die wissen, dass ich aus Grenchen stamme.Und wenn ich einmal doch nicht ausweichen kann, ja dann lasse ich die Schimpftirade halt über mich ergehen. Fehlorganisation, Provinzgehabe und Dilettantismus sind dabei noch die harmlosesten Ausdrücke, die ich einstecken muss.Ein Kollege (wir kennen uns vom Militär) ist Fotograf bei einer grösseren Schweizer Zeitung und hätte eigentlich den Auftrag gehabt, eine Bilderseite zu machen. Doch auf dem Flugplatz musste er zuerst einmal mit einem Security und einem Flugplatzmitarbeiter streiten, bis man ihn aufs Gelände und somit zum Pressezelt vorliess. Dort bekam er ein paar nichts sagende Prospekte vom Flugplatz, aber keine Medienmappe, wie er sie ein paar Wochen vorher bei einer andern nationalen Flugshow bekommen hatte. Dort gab’s Informationen zu den einzelnen Flugzeugen und Formationen – in Grenchen gab einen Best-Western-Prospekt und einen Flyer vom Flughafen.Der Standort, der ihm schliesslich zugewiesen wurde, nachdem man ihn darauf aufmerksam gemacht hatte, dass er im Besucherzelt nichts zu suchen habe, war so angelegt, dass er gegen die Sonne fotografieren musste. Und als er sich schliesslich vom Flugplatz entfernte, um von der Südseite her zu fotografieren, wurden er und ein paar weitere Kollegen von der Polizei schroff fortgeschickt (er benutzte das Wort verjagt).Und so machte er sich wieder auf dem Heimweg, ohne brauchbare Bilder im Kasten, aber mit einer grossen Wut und einem tiefgefrorenen Mütschli im Magen, das er zu einer schwarzen Bratwurst serviert bekommen hatte.Wie konnte man im Vorfeld der Veranstaltung lesen: Der Anlass soll auch Marketing für die Stadt Grenchen sein. Nun, das ist sicher voll und ganz gelungen. – Schliesslich erreicht Grenchen in Umfragen regelmässig einen der letzten Ränge. Gut, dass man wenigstens diese Chance genutzt hat, sich im richtigen Licht darzustellen…








