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Extreme Pestizidbelastung in Indischen Soft-Drinks

(Wolfgang Weitlaner/pte) Die indische NGO Centre for Science and Environment CSE hat in einer jüngst durchgeführten Untersuchung erneut große Mengen von Pestiziden in den Softdrinks Pepsi und Coca-Cola gefunden. Die Studie weist daraufhin, dass bereits vor drei Jahren in den antialkoholischen Getränken große Mengen an Pestizidrückständen gefunden wurden.Nach den jüngsten Untersuchungen wurden nun in Pepsi 30 Mal mehr und im Coca-Cola 25 Mal mehr Pestizide gefunden als 2003.

"Als der Bricht 2003 herauskam, wurden wir von den SoftDrink-Herstellern verurteilt", so CSE-Direktorin Sunita Narain. Zunächst wurden die Labors und Untersuchungen als untauglich und unrichtig hingestellt, berichtet die Direktorin. Die beiden Unternehmen hätten darüber hinaus auch Druck auf die NGO ausgeübt, berichtet das Online-Portal Down-To-Earth. Auch in diesem Fall wiesen die beiden Marktriesen die Untersuchungsergebnisse als unrichtig aus. CSE hingegen berichtet, dass in 12 indischen Bundesstaaten Proben genommen wurden.

"Die indischen Softdrinks sind total sicher", erklärte die Dachorganisation der Getränkehersteller ISDMA in einem Statement, gestern, Mittwoch. Die Getränke entsprechen den internationalen Normen und den nationalen Regulativen. Doch damit scheint der Kampf um den gigantischen Softdrink-Markt in Indien noch lange nicht vorbei. Narain kritisiert in einem Interview gegenüber BBC, dass es in Indien lediglich Standards für Trinkwasser, nicht aber für die anderen Getränke gebe. Das Bureau of Indian Standards BIS, die höchste Regierungsbehörde, die für Qualitätszertifikate zuständig ist, hat Grenzwerte für Pestizide in Trinkwasser erlassen. Die CSE-Tests haben diese Grenzwerte in den Untersuchungen mit einfließen lassen.

Bereits bei den Untersuchungen vor drei Jahren hat ein parlamentarisches Komitee gefordert, dass die Grenzwerte von Trinkwasser auch für Fruchtsäfte und Soft-Drinks gelten sollten. Der indische Minister für Lebensmittelherstellung Subodh Kant Sahay hat angekündigt, dass die Regierung erst abwarte, bis eine offizielle Beschwerde über die kontaminierten Softdrinks einlange.


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