
(mgt) In der Schweiz müssten jährlich zwischen 2’400 und 5'400 Menschen bei einem plötzlichen Herzstillstand nicht sterben, wenn die Rettungskette vor Ort innerhalb weniger Minuten lückenlos funktionieren würde. Mit einem Defibrillationsprogramm soll Grenchen ein Beispiel abgeben.Neben der sofortigen Alarmierung des Rettungsdienstes und der frühzeitigen Herz-Lungen-Wiederbelebung muss innert der ersten vier Minuten nach Beginn des Kammerflimmerns ein Defibrillationsschock abgegeben werden. Da Defibrillatoren nur selten so rasch zur Hand sind, kann die Rettungskette meist nicht lebenserhaltend zu Ende geführt werden.Ohne Defibrillation verringern sich die ÜberlebenschancenObwohl ein Defibrillator nicht jedes Opfer eines plötzlichen Herzstillstandes retten kann, so könnten doch viel mehr Leben mithilfe eines solchen Gerätes gerettet werden: Ohne Defibrillation verringern sich die Überlebenschancen eines Patienten pro Minuten um 7 bis 10 Prozent. Bereits nach zehn Minuten ist ein Überleben höchst unwahrscheinlich.Mögliche Standorte und KostenDie Stadt Grenchen soll aus diesem Wissen die notwendigen Konsequenzen ziehen und handeln. Der Stadtpräsident hat deshalb den zuständigen Verwaltungsabteilungen den Auftrag erteilt abzuklären, an welchen Standorten (Schwimmbad, Amtsstellen, Schulen, Krippen usw.) laiengerechte Defibrilatoren zur Verfügung gestellt werden sollten und mit welchen Kosten bzw. Folgekosten zu rechnen ist.








