
(Staehlin, Fadwa) Ein drei Monate alter Knabe aus Solothurn ist in der Nacht auf den 6. Februar an einer Meningokokkeninfektion erkrankt.Aufgrund des schlechten Allgemeinzustandes suchten die Eltern denKinderarzt auf, welcher den Knaben unverzüglich in die Kinderklinik desInselspitals Bern einwies. Das Kind ist nun auf dem Weg der Besserung.Bei den Familienangehörigen sowie weiteren Kontaktpersonen wurde eineAntibiotikaprophylaxe durchgeführt, um weitere Erkrankungen zuvermeiden. Ein Merkblatt des Gesundheitsamtes des Kantons Solothurn zuden Meningokokkenerkrankungen kann telefonisch unter der Nummer 032 62793 74 oder per E-Mail unter hans.binz@ddi.so.ch bestellt werden. Es istauch über Internet abrufbar (www.gesundheitsamt.so.ch ).
Der Knabe war am Vortag kränklich, weinte und wollte ständig getragenwerden. Fieber hatte er nicht. Noch am Abend beurteilte dieherbeigerufene Ärztin die Si-tuation als nicht dramatisch.
Da sich der Zustand des Kindes in der Nacht auf den 6. Februarverschlechterte, suchten die Eltern am Morgen den Kinderarzt auf.Dieser stellte bereits einige Hautblutungen fest und wies den Knabenunverzüglich in die Kinderklinik des Inselspitals ein. Dort wird derKnabe behandelt und ist nun auf dem Weg der Besserung.
In den vergangenen 52 Wochen sind gemäss Statistik des Bundesamtes fürGesundheit in Kanton Solothurn 2 und gesamtschweizerisch 74 Fälle vonMeningokokkenerkrankungen gemeldet worden.
Die Meningokokkenbakterien können lebensgefährliche Krankheitsbilderverursachen. Einerseits eine Hirnhautentzündung oder andererseits eineBlutvergiftung, d.h. eine Infektion des ganzen Körpers mitMeningokokken. Die Symptome einer Meningokokkenerkrankung sindunterschiedlich: Allen gemeinsam ist ein schweres Krankheitsbild miteinem sich rasch verschlechternden Allgemeinzustand, heftigen Kopf- undGliederschmerzen sowie Lichtscheuheit. Dazu kommen evtl. hohes Fieber,Erbrechen, Berührungsempfindlichkeit, Nackensteife, Bewusstseinstrübungoder rasch auftretende millimeter bis zentimetergrosse rote oderschwarze Hautflecken.
Bei diesen Zeichen müssen sich Kinder oder Erwachsene unverzüglich inärztliche Behandlung begeben. Eltern müssen bei schlechtemAllgemeinzustand des Kindes die Haut genau beobachten. KleineHautblutungen sind ein Alarmzeichen. Eine Behandlung muss unverzüglicheingeleitet werden.
Meningokokkenerkrankungen können behandelt werden, wenn sie früherkannt werden. Gerade wenn sich eine Grippeepidemie im Landausbreitet, ist es wichtig, dass Eltern ihre Kinder genau beobachten.
Bei Personen (Angehörige, Geschwister, Schulkameradinnen und-kameraden, Freunde etc.), die engen Kontakt mit einer erkranktenPerson gehabt haben, wird eine Antibiotikaprophylaxe durchgeführt, umweitere Erkrankungen zu vermeiden. Im vorliegenden Fall wurde diesedurch die Kinderklinik des Inselspitals durchgeführt.








