
(pm) An mehreren Messstationen im Kanton Solothurn sind in den vergangenenTagen Feinstaubkonzentrationen von mehr als 50 Mikrogramm pro m3 Luftgemessen worden. Damit wurde der Tages-grenzwert der EidgenössischenLuftreinhalte-Verord¬nung überschritten. Die Behörden rufen dieBevölkerung auf, einen persönlichen Beitrag zu weniger Luftschadstoffenzu leisten.Die Luftqualität wird im Kanton Solothurn rund um die Uhr überwacht.Gestern haben die gemessenen Werte für Feinstaub (PM-10) denTagesgrenzwert von 50 Mikrogramm pro m3 Luft (50 µg/m3) überschritten.Aufgrund der meteorologischen Situation ist sowohl für heute wie auchfür die folgenden Tage mit Überschreitun-gen des Tagesgrenzwertes zurechnen. Darum informiert das Amt für Umwelt die Bevölkerung über dieGefahren sowie über mögliche Massnahmen zur Verringe-rung der Belastung.
Folgende Werte wurden gemessen:
Egerkingen 72 Mikrogramm/m3
Olten 81 Mikrogramm/m3
Dornach 63 Mikrogramm/m3
Auswirkungen auf die Gesundheit
Mit jedem Atemzug nehmen wir Tausende von feinen Partikeln in unserenKörper auf. Je kleiner die Partikel sind, desto tiefer dringen sie indie Lunge und den Kör-per ein. Die Partikel können die Atemwege und dieLunge schädigen und zu Herz- und Kreislauferkrankungen führen.Besonders betroffen sind Kleinkinder, Chro-nischkranke, Personen mitgeschwächter Immunabwehr, ältere Menschen oder generell Personen mitNeigung zu Lungen-, Herz- und Kreislauferkrankungen.
Freiwillige Massnahmen zur Reduktion der Schadstoffe
- Wenn Sie zu Fuss gehen, mit dem Velo unterwegs sind oder denöffentlichen Verkehr benützen, verursachen Sie keinen oder nur wenigFeinstaub.
- Bilden Sie Fahrgemeinschaften, statt alleine mit dem Auto zu fahren.
- Fahren Sie vorausschauend. Vermeiden Sie abrupte Beschleunigungs- undBremsmanöver. So vermeiden Sie den Abrieb von Reifen, Bremsen undStras-senbelägen und verbrauchen erst noch weniger Treibstoff.
- Vermeiden Sie das unnötige Verbrennen von Holz im Freien.
- Wählen Sie beim Kauf eines Diesel-PW unbedingt ein Modell mit Partikelfilter oder einem gleichwertigen System.
Massnahmen zur Reduktion der eigenen Belastung
- Bei starker körperlicher Anstrengung werden durch die verstärkteAtmung mehr Schadstoffe aufgenommen. Vermeiden Sie körperlicheAnstrengungen im Freien (z.B. Joggen) in stark belasteten Gebieten(städtische Zentren und entlang stark befahrener Strassen).








