
(Christina Schürz) Die Führenden im europaweiten Stresspegel-Vergleich sind die Schweizer.Jeder dritte Schweizer Arbeitnehmer fühlt sich arbeitsbedingtgestresst. Betroffen sind dabei vor allem jüngere, männlicheArbeitnehmer und fast die Hälfte der IT-Beschäftigten. Doch bedeutetDruck am Arbeitsplatz nicht zwingend Unzufriedenheit, wie eineeuropaweite Untersuchung von Kelly Services aufzeigt.In den zwölf europäischen Ländern wurden insgesamt 19.000 Personenbefragt. Im Durchschnitt sind davon 27 Prozent arbeitsbedingt imStress. In der Schweiz nahmen 1.372 Personen an der Umfrage teil. Davongaben 32 Prozent der Frauen an, gestresst zu sein, bei den Männernwaren es 35 Prozent. Im Gegensatz zum übrigen Europa, wo eher ältereBeschäftigte unter großer Arbeitsbelastung leiden, sind in der Schweizjüngere Arbeitnehmende in der Altersgruppe 25 bis 34 Jahre betroffen(36 Prozent). Teilzeitbeschäftigte verzeichnen mit 25 Prozent dieniedrigsten Belastungsraten, bei Beschäftigten mit langen Arbeitszeiten(51 Stunden und mehr) ist die Belastung mit 68 Prozent am höchsten. Amgelassensten geht man in den Niederlanden an die Arbeit heran. Dortfühlen sich nur 16 Prozent gestresst.
Was die Zufriedenheit am Arbeitsplatz anbelangt, sind 37 Prozent derüberbelasteten Arbeitnehmer unzufrieden. Bei denjenigen mit normalemStressaufkommen sind es lediglich 20 Prozent. Am unzufriedensten sinddie beruflich unterforderten Arbeitnehmenden mit 44 Prozent. "Natürlichist Unterforderung auch Stress. Es geht dabei um die eigeneWertschätzung und darum, dass man sich am Arbeitsplatz wohl fühlensollte", erklärte Agnéus.
Das Stressaufkommen erwies sich nach Berufsgattungen unterschiedlich.Am stärksten sind Informatik-Beschäftigte betroffen, wo 46 Prozent derBefragten angaben, sich sehr gestresst zu fühlen. Die niedrigsten Ratensind in den Bereichen Human Resources und in der Buchhaltung mit je 22Prozent zu finden. "Eine hohe Arbeitsbelastung kann für kurze Zeit dieProduktivität und Kreativität erhöhen. Wenn aber der Leistungs- undZeitdruck chronisch werden, kann das zu Produktivitätsverlusten bis hinzu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen", so Agnéus abschließenzu pressetext.








