
(pam) Ein bekannter Grenchner Familienbetrieb feiert sein 20-Jahr-Jubiläum: EP: Digirama. Geschäftsleiter Stephan Buser spricht mit dem Grenchner Stadt-Anzeiger über die Betriebsentwicklung, Service und den Wandel in der Elektronikbranche.Rund 30 Jahre ist es her, als der Grenchner Uhrentechniker Heinz Buser in seinem Keller begann, nach der Arbeit Fernseher und Radios zu reparieren – mit Erfolg. Sein Angebot fand immer mehr Anklang und Buser errichtete ein Atelier, das aber auch bald aus allen Nähten platzte. Eine weitere „Betriebserweiterung“ stand an. Er eröffnete 1985 einen Shop an der Bündengasse – nach wie vor als Nebenverdienst – wo er die Artikel der Unterhaltungselektronik reparierte und vermehrt auch verkaufte. Dies war die Zeit, in der die Digitale Technologie auf den Markt kam. Für Heinz Buser war klar, das ist die Zukunft.Und, er sollte Recht behalten. Heute hat sein Sohn Stephan Buser die Fäden vom Betrieb in der Hand, den sein Vater vor 20 Jahren zukunftsweisend Digirama taufte. Er sagt, die digitale Technologie habe klar die Vorderhand übernommen. Einzig nicht der Fall, sei dies beim Fernsehen, aber auch in dieser Sparte rücke die analoge Variante immer mehr in den Hintergrund. Er spricht davon, dass sich die Elektronikbranche im Allgemeinen schnell weiterentwickelt – heute in noch kürzeren Zyklen als früher. Aber, nicht jeder Fortschritt kann sich halten. Beim Thema „Wireless“, heisst der Trend gar „back to the roots“. „Viele Leute haben Angst vor einer zu grossen Bestrahlung“, erklärt Buser, „immer mehr ziehen eine Festleitung der kabellosen Variante wieder vor.“Stephan Buser ist gelernter Maschinenzeichner und hat sich wie sein Vater als Quereinsteiger in dieser Branche weitergebildet. Als der Laden 1991 an die Bahnhofstrasse umzog, hängte Stephan Buser seinen Job an den Nagel und war fortan zu 100 Prozent – sofern das ausreicht – mit dem Digirama beschäftigt. Mittlerweile hat sich der Laden dem Label „Electronic Partner EP“ angeschlossen, die Ladenfläche auf 250 Quadratmeter vergrössert, das Angebot auf PC, Multimedia, Telekommunikation und Elektro-Kleingeräte ausgeweitet und zählt 8 Mitarbeiter, darunter einen Lehrling.Der einstige Grundstein, die Reparaturen, wurden als Kerngeschäft längst abgelöst. „Ein altes Gerät zu reparieren, kostet heute oftmals nicht viel weniger als der Neukauf“, erklärt Buser. Es ist aber auch nicht der Produkteverkauf, der das Digirama-Team am meisten auf Trab hält. Vielmehr ist es der gesamte angebotene Service. Denn, wer die Wahl hat, hat auch die Qual, sagt eine Redewendung und in der Elektronikbranche sei die Auswahl einfach riesig, meint Buser. Er sei Markenunabhängig, könne für seine Kunden eine wichtige Vorselektion treffen, ein den Bedürfnissen entsprechendes Produkt empfehlen und wenn nötig, dieses auch benutzerorientiert einrichten. Dazu komme, dass in der heutigen Zeit die Bereiche PC, Multimedia und Telekommunikation immer mehr ineinander verschmelzen. Und dies sei ein wichtiger Punkt in der Preisfrage. Buser erklärt: „Man muss zuerst eruieren, zu welchem Zweck ein Kunde das Produkt braucht. Unter dem Strich kann die Rechnung nämlich ganz anders ausfallen, als man beim einfachen Preisvergleich vielleicht denkt!“








