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Grenchens Hornusser feiern mit zwei Hornusserfesten den 100. Geburtstag

Vergangenes Wochenende wurden auf dem Festgelände die Zelte aufgestellt

(Kaspar Haupt) Ganz gross wird der Geburtstag der alten Dame, die Hornussergesellschaft Grenchen, gefeiert. Sie wird 100 Jahre alt. Daher stehen zwei Hornusserfeste im Blickfeld der Hornusserfreunde.Am 20./21.August findet das Interkantonale Hornusserfest statt und am 27./28. August das Verbandshornusserfest vom Nordostschweizer Hornusser Verband (NOHV). Damit rückt Grenchen ins Blickfeld eines typischen eidgenössischen Sportes, nämlich Hornussen. Früher eher ein Spiel mit geselligem Charakter, heute eine spannende Sportart mit der Faszination des Eigentümlichen.Natürlich steht, wie das bei einem Geburtstag üblich ist, am Sonntag dem 21. August um 11 Uhr im Festzelt an der Neckarsulmstrasse der Festakt im Mittelpunkt. Die Laudationen halten Landammann Walter Straumann und Stadtpräsident Boris Banga. Musikalisch wird die Brassband Lommiswil das festliche Intermezzo umrahmen. Wenn nun die Hornussergesellschaft heuer ihren 100. Geburtstag feiern kann, so liegt das am Pioniergeist der Gründer, die mit Durchhaltewillen den Grundstein legten. In alten Protokollen ist vom Spielplatz beim Wäldli die Rede, gemeint ist der heutige Spielplatz mit Klubhaus beim Eichholz. Hornussen ist eine Sportart, die Eigenleistung und mannschaftliche Geschlossenheit verlangt. Und aus den Annalen erfährt man, dass die HG Grenchen nicht sonderlich erfolgreich war. Erst seit den 90er Jahren, als man konsequent mit der Junghornusserförderung begann, befinden sich die Uhrenstädter im Aufwind. Sie stiegen Liga für Liga auf, und spielen heute in der 1. Liga. 95 Jahre mussten vergehen, ehe die Grenchner Hornusser am Eidgenössischen 2000 in Frauenfeld ihr erstes Trinkhorn gewannen.Unter der Führung von OK-Präsident Peter Schürch wurde für die beiden Hornusserfeste eine tadellose Vorarbeit geleistet. An der Neckarsulmstrasse, die an den Wettkampftagen gesperrt ist, entsteht eine kleine Zeltstadt mit der benötigten Infrastruktur. Östlich vom Turnerstadion im Raume der Flughafenstrasse bis Mattenhofweg entstehen die 17 Spielfelder. Eine wichtige Arbeit fällt dabei dem Bauteam zu. Denn Spielfelder, auch Ries genannt, müssen genauestens nach Verbandsvorschrift ausgemessen sein. In erster Linie wird sich das Augenmerk auf das sportliche Geschehen richten und das OK ist stolz, dass bekannte Namen des Hornussersportes wie Wäseli A, Thörigen A, oder Bern Beunden am Interkantonalen im Einsatz zu sehen sind. Am Verbandsfest des NOHV sind unbedingt die Regionalen wie Zuchwil A, Gerlafingen Hornets, Recherswil, dann sogar eine Gesellschaft aus dem süddeutschen Raum, zu beachten. Kenner der Hornusserszenerie sind natürlich gespannt auf das Abschneiden der Spitzenschläger. Namen wie René Walther, Rolf Schneeberger, Konrad Blaser, Jürg Eggimann, Peter Salzmann und die Binggeli-Brothers aus Zuchwil werden sich einen heissen Kampf liefern, wer bester Schläger wird.

Zum Festbetrieb ist zu vermelden, dass das Bar/Pub-Zelt am ersten Samstag bis um 01.30 Uhr geöffnet ist und am zweiten, weil dann das Grenchner Fest stattfindet, ist um 0.30 Uhr Feierabend. An beiden Sonntagen schliesst der Festbetrieb jeweils um 22. Uhr.

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