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In zwei Wochen rund 6 Tonnen Abfall gesammelt

(Parzival Meister) Bewaffnet mit Klemmzangen, Gummihandschuhen und Müllsäcken machen sich jeden Montag Asylbewerber aus dem Kanton Solothurn auf, das Aare-Ufer in Bettlach und Arch zu säubern. Initianten dieses Projekts ist die Repla Grenchen-Büren und Caritas Schweiz.„Durch den Jahrhundertsommer 03 wurde das Abfallproblem an der Aare akut“, erklärt Martin Huber, Geschäftsführer der Regionalplanung (Repla) Grenchen-Büren. Es wurde gehandelt: Gemeinsam mit der Caritas Schweiz mobilisierte man Asylsuchende im Kanton zur „Aareputzete“. „Es handelt sich hierbei um freiwillige Helfer“, weiss Christa Wacek, Leiterin der Fachstelle „Ausbildung und Beschäftigung“ bei der Caritas Schweiz, „sie erhalten lediglich eine Motivationsentschädigung von drei Franken in der Stunde.“ Es sei dabei kein Problem genügend Arbeitskräfte zu finden, so Wacek, viele seien froh für diese Beschäftigung; darunter auch solche die sonst als Professor, Ingenieur oder Diplomat tätig sind.

In einem zwei wöchigen Arbeitseinsatz vom letzten Jahr seien rund 6 Tonnen Abfall gesammelt worden, erzählt Wacek. Eine Zahl, die in Hinblick auf den „Pick-Nick-Sommer“ 03 jedoch zu relativieren sei. Aber immerhin, bei der ersten „Aareputzete“ in diesem Jahr füllten die Asylsuchenden zehn 60Liter Säcke mit Müll.

Arbeit wird Gemeinden verrechnet

Unterwegs sind die freiwilligen Putzer seit kurzem jeden Montag am „Bettlä-Rank“ und am Aare-Ufer auf Archer Seite. Zudem seien sie „auf Bedarf“ abrufbar – will heissen, wenn sich auch unter der Woche zu viel Müll stapelt. Es ist eine jeweils rund zehnköpfige Gruppe, plus eine Begleitperson von Caritas, welche an der Aare gemeinnützige Arbeit verrichtet. Denn, arbeiten dürfen die Asylsuchenden Gesetzes wegen im ersten Jahr nicht.

Der anfällige „Lohn“ der Asylsuchenden wird den beiden Gemeinden dabei ordnungsgemäss verrechnet. Die Repla wäre froh, wenn auch Grenchen ihr Angebot nutzen würde. Huber: „Je mehr mitmachen, desto breiter könnte man die fixen Administrationskosten teilen.“ Die Uhrenstadt sah aber bisher einfach keinen Handlungsbedarf. Doch wie der Geschäftsführer der Repla erklärt, suche man das Gespräch zur Stadt und versuche sie zu motivieren. Er ist überzeugt: „Wenn auch hier das Problem akut wird, kommen sie automatisch.“

Mülldeponie am Strassenrand ist zwecklos

Ein anderer Versuch, das Abfall-Problem zu lösen startete die Gemeinde Arch, indem sie etliche Mülltonnen am Aare-Ufer platzierten. Jedoch mit mässigem Erfolg, weiss Huber: „Dieses Angebot nutzen leider auch viele, die auf eine günstige Art und Weise ihren privaten Müll entsorgen wollen.“ Die Betreuerin, welche mit den Asylsuchenden an der Aare unterwegs ist meint zwar, im Vergleich zum „Bettlä-Rank“ liege der Müll in Arch durch die Tonnen schon ein wenig zentraler. An manchen Stellen wiederum, sei der Abfall trotzdem quer über den Rastplatz verteilt. Auch dass einige „Brätler“ ihren Müll fein säuberlich in einem Sack am Strassenrand deponieren sei leider nur gut


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