
(terr) Die zweite Entdeckung des TripoliZum Beginn der „Grenchner Wohntage“ des Bundesamtes für Wohnungswesen und der Stadt Grenchen erlebte die Vernissage der Tripoli-Ausstellung einen ungewöhnlich grossen Publikums-Erfolg.Aus Basel war der Italienische Generalkonsul und Freund der Grenchner Mazzini-Stiftung, Antonio Mescolini angereist, um der Eröffnung der Ausstellung „Tripoli – wohnen und leben mit italienischen Tunnelbauern“ beizuwohnen. In seiner Grussadresse würdigte er die traditionell guten Beziehungen Italiens zu Grenchen. Mit der Aufnahme Giuseppe Mazzinis in die Gemeinschaft des Ortes, habe Grenchen etwas Beispielhaftes und Einzigartiges geleistet.
Die jetzige Ausstellung im Kulturhistorischen Museum sei auch für Italien sehr wichtig, zeige sie doch, wie ihre Landsleute in der Fremde lebten und arbeiteten.Überaus gross war der Publikumsandrang, denn die Geschichte des Tripoli interessiert in Grenchen enorm stark.
Weit über hundert Personen drängten sich in den Räumen des Hauses. Ernst Hauri, Leiter Politik und Grundlagen im Bundesamt für Wohnungswesen (BWO), erinnerte daran, dass gegenwärtig die achten Grenchner Wohntage stattfinden.
Die BWO-Mitarbeitenden seien seinerzeit nach Grenchen gekommen, ähnlich den Tunnelbauern aus Italien, doch wesentlich komfortabler. Das BWO habe seinerzeit den Umzug nach Grenchen als Chance wahrgenommen und arbeite nun auch im Rahmen der „Grenchner Wohntage“ erfolgreich mit der Stadt zusammen.
Der Historiker und Journalist Urs Bloch vermochte mit seinen farbigen Schilderungen des Lebens in den beiden Tripoli-Dörfern des Kantons (Trimbach und Grenchen) ein treffendes Bild über die Situation der damaligen Imigranten zu zeichnen. – Céline Pittet, Geologin und Fachstellenleiterin des Amtes für Umwelt in Solothurn, schilderte die geologischen Vorbedingungen im Grenchenberg. Dabei erwähnte sie, dass der Wasserausbruch von 1913 heute mengenmässig ausreichen würde, die Stadt Grenchen während vier Jahren mit Trinkwasser zu versorgen.








