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Grenchen: Stadt soll Schulreisekosten teilweise übernehmen

(terr) 25'000 Franken soll nach Meinung der Kreisschulkommission die Stadt jährlich für Schulreisen zur Verfügung stellen. "Schulreisen sind Bestandteil des Schulunterrichtes", argumentiert die Schulbehörde.Wer in der Rechnung für dass Jahr 2001 nachschaut, stellt fest, dass im Schülerreisefonds der Stadt Grenchen 116'000 Franken liegen. Und Jahr für Jahr fliessen weitere Gelder aus Fonds und Legaten, welche die Stadt treuhändlerisch verwaltet in diesen Schülerreisefonds. Rein mathematisch gesehen, könnte also mit diesem Fonds die Forderung der Kreisschulkommission gute vier Jahre lang erfüllt werden. In der Vorlage, über die der Gemeinderat am 29. Oktober befinden wird, ist von diesem Fonds noch nicht die Rede.

Ein abgestufter Tarif legt fest, dass eine Schulreise in der 1. Klasse 20 Franken pro Schulkind kosten darf. In der 6. Klasse sind es bereits 45 Franken, und eine zweitägige Schulreise in der 9. Klasse darf 120 Franken kosten. Immer müssen die Eltern für diese Kosten aufkommen. Eine Ausnahme gibt es für Schulklassen, die an der Papiersammlung beteiligt sind. Rund 30 Schulklassen waren es 2001 und jede von ihnen erhielt 1'700 Franken in die Kasse. Die Stadt garantiert den Schulkindern einen fixen Kilopreis des Altpapiers und legte beispielsweise rund 2'000 Franken im Jahre 2001 und 18'700 Franken im Jahre 2000 hinzu, um dieses Versprechen einzulösen. Diese "Papier-Gelder" werden von Oberstufenklassen für Abos in Skilagern, für Schulverlegungen und eventuell noch für Schulreisen
verwendet. Die Primarschulklassen verwenden das Geld für Schulreisen und Schullager.
Die Kreisschulkommission erwähnt in ihrem Bericht an den Gemeinderat, dass die Stadt Solothurn jährlich 41'000 Franken und die Stadt Olten 25'000 Franken für Schulreisen zur Verfügung stellen. Im Schulfestjahr finden in Olten keine Schulreisen statt; die Stadt wendet für das Schulfest 41'000 Franken auf.

Die Finanzverwaltung stellt fest, dass im Jahre 2000 Kürzungen der Sportlager auf der Oberstufe stattgefunden hatten, welche Einsparungen von 28'000 Franken zur Folge hatten. Mit der Forderung der Kreisschulkommission würde diese Einsparung obsolet. Sie möchte Gelder der Stadt gezielt einsetzen und Eltern entlasten, denen das Bezahlen des vollen Elternbeitrages Probleme bereiten. Um solche Härtefälle auffangen zu können, verfügt die Schuldirektion über einen Unterstützungsfonds, der jährlich rund 3'500 Franken Einnahmen verzeichnen kann. Am Ende des letzten Jahres befanden sich nicht weniger als 84'700 Franken in diesem Fonds.


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