
(Kaspar Haupt) GT/khg. Schon vor 40 Jahren bescheinigte das «Grenchner Tagblatt» dem Bürener Künstler Peter Travaglini, dass er ein fast Grenchner sei. Die Verleihung des Chappelitüfel macht es offiziell: Peter Travaglini ist ein Grenchner Original.Wer wachen Auges durch Grenchen geht, dem bleiben die sichtbaren künstlerischen Spuren, die Peter Travaglini in der Uhrenstadt hinterlassen hat, nicht verborgen. Nun gehört auch der Bürener Künstler in den erlauchten Kreis der Grenchner Originale, genauso wie Mario Dick, Ernst Thomke, Walter Emch, Ferdinand Kaus, Hans Kaufmann, Rainer W. Walter, Teddy Buser, Edy Allemann oder Urs Saner. Wer glaubt, die Verleihung des Chappeli-Tüfels sei reine Männersache, irrt. Noch bevor der «Orden wider den tierischen Ernst» beim nördlichen Nachbar erstmals an eine Frau verliehen wurde, war es für das Grenchner Komitee um Toni Brechbühl klar, dass auch Frauen in den exklusiven Kreis der Preisträger gehören. So sind Stephanie Born (1993) und Therese Wirth-von Känel (1999) weibliche Chappelitüfelinnen. Sie besitzen, wie ihre männlichen Preisträgerkollegen, ebenfalls die vom Grenchner Künstler Hans Peter Schumacher geschaffene Bronzeskulptur, die er frei nach der Originalskulptur in der Eusebiuskirche gestaltet hat.
1987 fand der Galerist Toni Brechbühl, die wenigen Grenchner «Originale», die es noch gebe, sollten gehegt und gepflegt werden. Darum rief er den Chappelitüfel-Preis ins Leben. Dieser sollte an ein Grenchnerin oder einen Grenchner verliehen werden, die oder der sich auch heute, in der Zeit der uniformen Massen, noch so zu geben getraut, wie es ihrem oder seinem Charakter entspricht. In der Laudatio für den «jüngsten» Chappelitüfel hält Gerald Lechner, der als Freund und Kenner des Werkes von Peter Travaglinis gilt, fest: «Wenn Peter Travaglini jetzt mit dem Chappelitüfel einen handfesten Beweis erhält, dass er ein Grenchner Original oder ein original Grenchner ist, dann ist das nach so vielen Jahren nichts als Gerechtigkeit.» Mehr im GT vom 13. Oktober








