
(Jürg Amsler) GT/sl. Seit Monaten glich der Bahnhof Süd einer grossen Baustelle. Doch bald wird der Baulärm verstummt sein und die Arbeiter werden das Feld räumen.Die Perronanlagen sind jetzt erhöht, der Lift beim Nordausgang ist in Betrieb und die Rampe beim Mittelperron ist passierbar. Zwar weisen auf den Perrons noch einige herumstehende Paletten mit Baumaterialien oder aus dem Boden ragende Plastikrohre darauf hin, dass noch nicht alles fertig ist. Es fehlen nur noch einige Finessen, dann sind die Aus- und Umbauarbeiten am Bahnhof Süd in Grenchen abgeschlossen. Das können sowohl Durch- wie An- und Abreisende unschwer feststellen. Den Ankömmlingen wird das Aussteigen aus dem Zug beim Bahnhof Süd endlich bequem gemacht. Vorallem jenen, die aus Osten angereist kommen oder in Richtung Westen verreisen wollen, können von einigen Neuerungen profitieren. Das Mittelperron, also jenes zwischen dem zweiten und dritten Gleis, ist jetzt auch mit einer Rampe erschlossen, was besonders Rollstuhlfaherinnen und -fahrer zu schätzen wissen. Aber auch schwere Koffer oder Fahrräder und Kinderwagen müssen jetzt nicht mehr mühsam über Treppenstufen geschleppt werden.Auf der Nordseite der Unterführung ist nun auch der Lift in Betrieb. «Stimmt», sagt Peter Schärer, Betriebssekretär beim Bahnhof Süd, «es hat zu Beginn einige Schwierigkeiten gegeben. Die Lifttüren schlossen ziemlich schnell und auch mit dem Druck für die Türöffnung war scheinbar etwas nicht ganz in Ordnung. Doch jetzt funktioniert alles bestens, jedenfalls sind mir keine Reklamationen zu Ohren gekommen.» Das bedeutet, dass der Nordausgang jetzt rollstuhlgängig ist.
Ob der Südausgang, gegen die Riedernstrasse, je einmal mit einer Rampe versehen wird, weiss Schärer nicht. «Es ist mir einzig bekannt, dass die Stadt Grenchen und die SBB noch in Verhandlung stehen. Aber wie die Dinge jetzt stehen, ist mir nicht bekannt», sagt Schärer. Auch von Stadtbaumeister Claude Barbey ist nicht Genaueres zu erfahren. «Ein Termin mit den SBB von Mitte Juni wurde von diesen abgesagt. Wir warten auf einen neuen Gesprächstermin.»Mehr im GT vom 12. Juli








