
(Jürg Amsler) GT/sl. Die Schliessung des medizinischen Bereichs am Spital Grenchen stehe nicht zur Diskussion, wird vom Chef Spitalamt, Franz Müller, bestätigt.Wie ein Donnerschlag haben die Worte von Boris Banga gewirkt, als er dem Gemeinderat von dem Papier berichtete, das die Direktorin des Bürgerspitals Solothurn, Inge Saier, dem Projektsteuerungsausschuss «Spitalregionalisierung» vorgelegt hat. «Das Spital Grenchen soll schrittweise ausgeblutet werden. Statt eines Akutspitals sollen in Grenchen eine Geriatriestation und ein Rehabilitationszentrum betrieben werden», macht Banga seinen Ratskolleginnen und -kollegen deutlich. Das Gewitter, das sich bedrohlich über dem Grenchner Spitalhimmel zusammenzubrauen schien, hat sich (vorläufig) verzogen. «An seiner Sitzung von Ende Juni hat der Projektsteuerungsausschuss festgestellt, dass die vom Kantonsrat für die Spitalregionalisierung gesetzten Ziele erreichbar sind. Auf den 1. Januar 2002 sollen neu vier Spitalregionen mit den heutigen sieben Spitalstandorten den Betrieb aufnehmen. Als Sparvorgabe sollen die Betriebsbeiträge um 4,2 Mio. Franken reduziert werden. Für die Spitalregion West (Spitäler Grenchen und Solothurn) sind das 2,3 Mio. Franken», ist von Franz Müller auf Anfrage zu erfahren. Mit den von beiden Spitäleren vorgeschlagenen Sparmassnahmen im Infrastrukturbereich (z.B. Wäscherei, Labor, Rechnungswesen) würde das Sparziel für die Spitalregion West erreicht, so Müller und weiter: «Auf den 1. Januar 2002 werden keine Kliniken geschlossen und es gibt im medizinischen Bereich auch keine Zusammenlegungen. Es wird auch an den heute sieben Spitalstandorten festgehalten. Wir haben keinen Anlass, zum jetztigen Zeitpunkt etwas zu unternehmen. Solange das Solothurner Volk bereit ist, die Defizite zu tragen wird nichts ändern.» Und sollte etwas geändert werden, so hätte das Stimmvolk den letzten Entscheid zu fällen. Was es jedoch noch zu regeln gäbe, sei die Organisation der vier Spitalregionen, sagt der Chef des Spitalamtes.Mehr im GT vom 5. Juli








