
(Myriam Sperisen) GT/my. Bäume säumen den Autobahnzubringer Archstrasse – Ostdeutsche Erfahrungswerte lassen aufhorchen.Auf dem Autobahnzubringer Archstrasse in Grenchen stehen sie in Reih und Glied, die Bäume der relativ neuen Allee. Die noch dünnen Bäume würden einem Aufprall eines Autos noch nicht Stand halten. Blumen und Holzkreuze an zahlreichen Bäumen – dies ist glücklicherweise keine Szene in Grenchen. Die Relikte sind vielmehr stille Zeugen an den legendären Baumalleen im Osten Deutschlands. Oft werden diese an sich schönen Alleen als «Todesfalle» angesehen, eine krasse Bezeichnung.
Im neuen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern wird mit einer Plakatkampagne gemahnt: «Jetzt überholen ihn alle», ist neben der Illustration eines Gedenkkreuzes zu lesen. Baumalleen verzeihen keine Fahrfehler. Wer mit dem Fahrzeug in einen Baum prallt, hat weniger Chancen, mit dem Leben davon zu kommen, als jemand, der aufs offene Feld hinaus fährt. Dies geht ganz klar aus den Verkehrsstatistiken von Mecklenburg-Vorpommern hervor: Das Risiko am Baum zu enden ist fünf mal höher. Im letzten Jahr widmete das deutsche Magazin «Spiegel» dieser Problematik ebenfalls einen Artikel. Die Verantwortlichen der neuen Bundesländer gelten in Sachen Baumalleen als erfahren. «Die Bäume, welche die Strassen säumen, haben die Verkehrsplanung der Nachkriegszeit überdauert, war im » zu lesen.
An der Archstrasse ist der Abstand zwischen Strasse und Bäumen minim. Mehr im GT vom 31. März








