
(Christoph Schmutz) GT/cs. Taucher-Teams förderten am Sonntag in Grenchen zu Tage, was dumme Leute in die Aare «entsorgten»Was die Leute nicht alles in die Aare schmeissen! «I bruche ä Hebesack – ä grosse!» tönte es am Sonntagmorgen ziemlich ausser Atem aus der Aare unter der Archbrücke. Absender des Rufes war einer von vielen Tauchern und Taucherinnen der Tauchschule «Bamboo» in Bettlach. Deren Mitglieder führten heuer zum sechsten Mal die «Aare-Putzete» durch und fischten wiederum Sachen aus dem Fluss, deren Versenken in der Aare dem jeweiligen Umweltfrevler doch eine gewisse Portion an Unverschämtheit abverlangt haben musste.
Dieter «Didi» Meier, Inhaber der Tauchschule «Bamboo» und des angegliederten Tauchshops in Bettlach, hat während Räumungsaktionen in der Aare schon viel gesehen und zusammen mit Gleichgesinnten zu Tage gefördert: Ganze Fischerboote, Autobatterien, einmal sogar eine Schrotflinte und, und, und… Auch am Sonntag verliefen die Bergungsarbeiten gewisser Abfälle aus der Aare zum Teil aufwendig und in der Fluss-Strömung nicht ganz ungefährlich. Zudem galt es immer auch ein Auge auf die Kursschiffe zu halten – nicht dass einer dieser Kähne die emsigen Taucher unter Wasser unvorhergesehen an deren Sicherungsleine entführte.
Aber schliesslich waren da am Sonntag «Profis» am Werk, und die Vorsicht bei Tauchgängen ist immer noch «die Mutter der Porzellankiste». So türmte sich im Laufe des Sonntags am Ufer auf Grenchner Seite ein immer höherer Schrott- und Abfallberg. Die Mitarbeiter der Baudirektion, welche die «Bescherung» am Montag abholen und fachgerecht entsorgen werden, sind jedenfalls nicht zu beneiden. Immerhin aber werden sie sich so das montägliche Hantelnstemmen im Fitnesscenter ersparen können.Mehr im Grenchner Tagblatt vom 18. September
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